Es muss nicht immer Roermond sein Hier lohnt sich Shopping in den Niederlanden wirklich

Niederlande · Das Designer-Outlet in Roermond zählt zu den beliebtesten Zielen für Einkaufsbummler aus Nordrhein-Westfalen. Doch es gibt auch viele Städte im Nachbarland, deren Shopping-Boulevards einen Ausflug wert sind. Unsere Tipps.

Shoppen Niederlande: Hier ist einkaufen am schönsten
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Schöne Städte zum Shoppen in den Niederlanden

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Foto: Bauch, Jana (jaba)

Zum Einkaufen über die Grenze – Shopping in den Niederlanden ist bei Deutschen beliebt, vor allem an den Feiertagen. Die Auswahl und Atmosphäre ist häufig eine ganz andere als zu Hause und manchmal lassen sich richtige Schnäppchen machen. Wenn an den Ostertagen die Geschäfte in Deutschland schließen, haben ein paar Kilometer weiter die Läden in den Niederlanden geöffnet. Vor allem in Roermond ist der Ansturm groß. Doch es gibt auch eine Vielzahl anderer charmanter Städte im Nachbarland, die mit ihren Geschäften, Cafés und Restaurants locken. Eine Übersicht.

Sehr beliebt: Roermond

 Die Innenstadt von Roermond.

Die Innenstadt von Roermond.

Foto: Carsten Pfarr

Wer sich samstagmittags auf den Weg in Richtung Designer-Outlet Roermond macht, der kommt am Stau vor der Einfahrt nicht vorbei. Und dort ist man als Deutscher in bester Gesellschaft: Weiße Kennzeichen, wohin man blickt. Das Einkaufszentrum, das jedes mehr als acht Millionen Menschen empfängt, ist bei Einkaufslustigen aus Nordrhein-Westfalen überaus beliebt. In 185 Geschäften wird Mode von Premium- und Luxus-Lifestylemarken zu reduzierten Preisen angeboten. Gerade an Feiertagen sollte man aber Zeit mitbringen: Dann sorgen die vielen Besucher für zum Teil lange Schlangen vor den Geschäften. Aber nicht nur das Outletcenter, auch die Innenstadt von Roermond will Besucher anlocken und setzt dabei auf Atmosphäre, historisches Flair und ein vielfältiges Angebot. Internet: www.weareroermond.com

Nimwegen – Cafés und Lange Hezelstraat

 Der Markt in Nimwegen.

Der Markt in Nimwegen.

Foto: Evers, Gottfried (eve)

Die Studentenstadt ist längst kein Geheimtipp mehr. Auf den Einkaufsboulevards herrscht nicht nur am Wochenende dichtes Gedränge. Das hat gute Gründe: Freilich findet man auch in Nimwegen große Ketten, rings herum haben sich aber viele Boutiquen und Galerien angesiedelt, die alles andere als Massenware anbieten. Viele Läden richten sich nur an eine kleine Zielgruppe — so schafft man Vielfalt. Zwar hat auch die 170.000-Einwohner-Stadt mit Leerständen zu kämpfen. Aber sie prägen das Stadtbild längst nicht so wie andernorts. Das Shoppen hat in der Grenzstadt übrigens Tradition: Die Lange Hezelstraat lädt seit 1880 zum Bummeln ein und ist damit eine der ältesten Einkaufsstraßen des Königreiches. Die historischen Gassen der Altstadt entführen in eine andere Zeit, der Kronenburgerpark mitten im Zentrum von Nimwegen ist ideal für ein Picknick. Und der Grote Markt sorgt mit seinen Cafés und Restaurants für ein kulinarisches Erlebnis.

Zutphen – die überschaubare Hansestadt

 Das Panorama von Zutphen.

Das Panorama von Zutphen.

Foto: Hanzesteden-Info

Das überschaubare Zutphen, unweit der deutsch-niederländischen Grenze bei Emmerich, ist eine der ältesten, holländischen Hansestädte, gelegen an den Flüssen Berkel und IJssel. Bei einem Spaziergang durchs Zentrum spürt man mit Blick auf mittelalterliche Kirchen, Festungsanlagen und Kaufmannshäuser die bewegte Geschichte der Stadt. Auch in Zutphen gibt es viele einzigartige Geschäfte: Concept Stores, Boutiquen oder Buchhandlungen. Bemerkenswert ist auch, dass während der Corona-Pandemie in Zutphen entgegen dem Trend sogar einige Geschäfte hinzugekommen sind. Leerstände sieht man dort kaum.

Bummeln in den Gassen von Deventer

Bummeln in den Gassen von Deventer.

Bummeln in den Gassen von Deventer.

Foto: Bauch, Jana (jaba)

Deventer hat die Wandlung von einer Industriehochburg zu einer grünen Stadt mit hoher Lebensqualität geschafft. Vor allem in der Overstraat und der Walstraat kommen Einkaufslustige in Deventer auf ihre Kosten. In historischen Straßen und engen Gassen werden nicht nur Kleidung, Dekoartikel oder Spielwaren an den Mann gebracht, sondern vor allem viele Produkte aus der Region. In der Hansestadt gibt es viele Geschäfte, die sich auf wenigen Quadratmetern direkt an eine kleine Zielgruppe richten: So finden Dackel-Besitzer dort ein Geschäft ausschließlich für ihre vierbeinigen Begleiter. Und auch aus kulinarischen Gründen zieht es viele Gäste gen Deventer: Vor Ort gibt es zahlreiche Pommesbuden, die mit original niederländischer Frittierkunst aufwarten.

Doetinchem – die klassische Einkaufsstadt

 Auch in Doetinchem lässt sich wunderbar shoppen.

Auch in Doetinchem lässt sich wunderbar shoppen.

Foto: dpa/Daniel Bockwoldt

Doetinchem gilt in den Niederlanden als klassische Einkaufsstadt. Auf den Caféterrassen und in den gemütlichen Restaurants, gelegen am Fluss Oude Ijssel, vergeht die Zeit wie im Fluge. Der Simonsplein ist der Mittelpunkt des geselligen Lebens, dienstags und samstags findet in direkter Nachbarschaft ein Wochenmarkt statt, der auch bei Deutschen beliebt ist. De Grutstraat ist mit einer Vielzahl an Lokalen der kulinarische Hotspot der Region, ein „kopje koffie“ mit Stroopwafel gehört in der Innenstadt zum Bummeln dazu. Die malerische Landschaft in der Achterhoek ist auch hervorragend für lange Wander- oder Radtouren geeignet. Kurzum: Doetinchen ist ein Geheimtipp für Tagesausflügler aus Deutschland.

Pittoreskes Apeldoorn mit Einkaufspalast

 Im neu eröffneten Schloss Paleis Het Loo kann man nach dem Shoppen die schönsten Gärten des Königsreichs besuchen.

Im neu eröffneten Schloss Paleis Het Loo kann man nach dem Shoppen die schönsten Gärten des Königsreichs besuchen.

Foto: Niederländisches Büro für Tourismus & Convention (NBTC)

Das pittoreske Apeldoorn lädt am Rande der Veluwe zu einem Einkaufsbummel mit Stil. Ein bemerkenswertes Shoppingerlebnis bietet etwa der Einkaufspalast De Oranjerie mit seinen 75 Geschäften. Das Angebot reicht von Möbeln bis Mode, von Delikatessen bis Geschenkartikel — all das in edlem Ambiente. Im Sommer wird das bunte Treiben von kleinen Messen und Live-Musik begleitet. Auch in der Korenpassage kann man überdacht bummeln. Die nähere Umgebung hat ebenfalls eine Menge zu bieten: Im neu eröffneten Schloss Paleis Het Loo kann man nach dem Shoppen die schönsten Gärten des Königsreichs besuchen, zudem im Kröller-Müller-Museum die zweitgrößte Van Gogh-Sammlung der Welt.

Venlo – der Klassiker

Der Markt von Venlo.

Der Markt von Venlo.

Foto: Venlo Partners

Ebenfalls bei Deutschen für einen Kurztrip beliebt ist Venlo. Die Stadt ist mit dem Auto nicht nur aus dem Kreis Kleve, sondern auch aus Viersen, Neuss, Mönchengladbach und Düsseldorf gut zu erreichen. In den Einkaufsstraßen „Festina Lente straatjes“ findet man hübsche Fassaden, moderne Geschäfte und stimmungsvolle Gastronomie. Die Gasthuisstraat zum Beispiel gilt als mittelalterlichste Straße in den Niederlanden und als gastfreundlichste Straße von Venlo. Hier findet man hauptsächlich inhabergeführte Einzelhandelsgeschäfte. Beliebt für eine Pause und als Fotomotiv ist „Het Romerhuis“. Seinen Namen verdankt das Haus der einflussreichen Familie Romer, es ist nach dem historischen Rathaus das zweitälteste Haus in Venlo. Hier kann man einen Kaffee oder etwas Süßes bestellen und dabei dem Treiben auf dem Kwartelenmarkt zusehen.

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