Kreis Kleve: Hendricks besucht das Kreisarchiv

Kreis Kleve : Hendricks besucht das Kreisarchiv

Die SPD-Politikerin und Historikerin interessiert sich für altes Schriftgut.

Ganz spontan kam ihr die Idee während der Eröffnung des Berufskollegs in Geldern. Die SPD-Bundestagsabgeordnete für den Kreis Kleve, Barbara Hendricks, bis vor kurzem auch Umweltministerin, hörte vom Neubau der Magazinräume des Kreisarchivs und interessierte sich sofort für die dort gelagerten Archivalien. Landrat Wolfgang Spreen hat dieses Interesse gerne zum Anlass genommen, die gelernte Historikerin Barbara Hendricks in die Magazinräume einzuladen, um ihr gemeinsam mit Kreisarchivarin Beate Sturm einige ausgewählte historische Schriftstücke zu zeigen.

Dazu gehörten neben einer schon 665 Jahre alten Urkunde einer Schuldverschreibung von Graf Johann von Kleve zum Beispiel Kriegsgefangenenbriefe aus dem vergangenen Jahrhundert und, da Barbara Hendricks in der Zeit als Bundesministerin auch für Reaktorsicherheit zuständig war, Planunterlagen des Schnellen Brüters aus den Jahren 1973 bis 1984.

Außerdem informierte Beate Sturm die Sozialdemokratin über die Funktion und Beschaffenheit der neuen Magazinräume, die klimatisch, brandtechnisch und sicherheitstechnisch auf höchstem Stand sind.

Insgesamt lagern im Kreisarchiv knapp 2,6 Kilometer Archivalien in rund 16.000 Archivkartons. Zusammengerechnet wiegt das Archivgut etwa 70 Tonnen, also mehr als zehn Elefanten. Dazu zählen mehr als 60.000 Akten, 5000 Karten und Pläne, 300 Urkunden aus dem Mittelalter und der Frühen Neuzeit, 200 Zeitungen und Zeitschriften ab 1736 und etwa 30.000 Bände in der Dienstbibliothek.

Die älteste Urkunde, die im Kreisarchiv archiviert ist, stammt aus dem Jahr 1353.

(RP)