Kleve: „Hej all gehört ?“

Kleve: „Hej all gehört ?“

Die Klever Schildbürger ließen es bei ihrer Prunksitzung am Samstagabend mächtig krachen. Es gab jede Menge Stimmung, Spaß und Lokalkolorit – und tosender Applaus für die tollen Programmpunkte.

Die Klever Schildbürger ließen es bei ihrer Prunksitzung am Samstagabend mächtig krachen. Es gab jede Menge Stimmung, Spaß und Lokalkolorit — und tosender Applaus für die tollen Programmpunkte.

Die Klever Schildbürger ließen es mächtig krachen, als sie mit ihrer Prunksitzung am Samstag die heiße Phase der Karnevalssession 2008 einläuteten. Die besinnliche Weihnachtszeit ist endgültig vorbei, die nächsten fünf Wochen stehen klar im Zeichen des bunten Karnevals. Dass die fünfte Jahreszeit dieses Jahr zwar ziemlich kurz, aber dafür umso heftiger wird, daran ließen die Klever Jecken in der Stadthalle keinen Zweifel.

Jede Menge Lokalcolorit

Unter dem Motto "Hej all gehört?" boten die Schildbürger eine Karnevalssitzung mit jeder Menge Stimmung, Spaß und Lokalcolorit. Das Schildbürger-Urgestein Willy Görtz nahm mit seinen Vereinskollegen Frank Peters, Norbert Leenders und Lothar Görtz alles aufs Korn, was in diesem Jahr Gesprächsthema bei den Klever Bürgern war. Von bunten Sitzschwänen in der Klever Fußgängerzone bis hin zur neuen "Volksbank-Arena", nichts war den Jecken in ihrem Sketch heilig. Von den Gästen gab es tosenden Applaus für den Sketch, der Elferrat überreichte dankend den Sessionsorden der Schildbürger. "Wenn Willi Görtz so weiter macht, wird er noch zum Johannes Heesters der Schildbürger", lobte Sitzungspräsidentin Petra Rinke das Vereinsmitglied.

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Als "modisch-mollige" Büttenrednerin stand Petra Dersch auf dem Programm. Gewohnt charmant erzählte die Vollblutfrau von ihren pfundigen Erlebnissen bei einem bekannten Modegeschäft: "Das einzige, was mir da gepasst hat, war die Umkleidekabine!" Und dabei tut die Dame doch so viel für ihre Figur: "Ich gehe regelmäßig in das Hallenbad in Schneppenbaum. Außerdem mache ich gleich drei Diäten. Von einer werde ich nämlich nicht satt!"

Höhepunkt der Prunksitzung waren wieder Petra Rinke und Wolfgang Stromengel als die "Bänkelsänger". In ihrem gesungenen Jahreskurzbericht ließen die Jecken noch einmal das Jahr 2007 Revue passieren. Da war von merkwürdigen roten Weihnachtsbäumen in der Kavarinerstraße die Rede, die Groote Bomm wurde auf den Prüfstand gestellt und auch die Sitzschwäne bekamen erneut ihr Fett weg. Gegen 20.30 Uhr marschierte das Klever Narrenoberhaupt, "Prinz Aloys der Paradiesische" nebst Garde ein und zeigte sich zufrieden mit der tollen Stimmung in der Klever Stadthalle.

Damit die Lachmuskeln zwischendurch geschont werden konnten, gab es zahlreiche Garde- und Showtänze. Die kleinen "Schildakröten" verzauberten das Publikum als Hexen, verkleidet mit großen Hüten und gruseligen Kunstnägeln. Von fetziger Bibi Blocksberg-Musik begleitet, boten die Nachwuchstänzerinnen einen tollen Showtanz. Aber auch die "Schildateenies", die "Kolibris" , das "Humus-Ballett" und die "No Limits" leisteten ganze Arbeit. Für musikalische Unterhaltung sorgten unter anderem die Band "De Wiksbössels" und der Chor "Die Herzileins".

(RP)
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