Heimatministerin Scharrenbach besuchte Kleve und Goch

Tag des offenen Denkmals : Ministerin auf Tour zu Denkmälern

NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach war am Sonntag zu Gast in Kleve. Anlass war der „Tag des offenen Denkmals“. In Brienen besichtigte sie die stillgelegte Schleuse, anschließend zog der Tross weiter nach Goch.

Dieses Denkmal war bis vor kurzem noch in Betrieb. Jetzt ist seine Zukunft unklar. Vielleicht wird es in dieser Form nicht mehr lange bestehen, vielleicht wird es aber auch zu neuem Leben erweckt. Ina Scharrenbach, die Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, war am Sonntag zu Gast an der Klever Schleuse in Brienen. Anlass war der „Tag des offenen Denkmals“.

Nachdem Scharrenbach zuvor bereits die Klosterkirche der Minoriten besichtigt hatte, erläuterte Bürgermeisterin Sonja Northing der Landesministerin die Geschichte der Schleuse und verwies auf die aktuelle Lage. Ihr Fazit: „Ich freue mich, dass wir Frau Ministerin Scharrenbach insbesondere die Bedeutung des Wasserweges und der Schleuse für unsere Stadt näher bringen konnten“. Auch Birgitta Beul vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Duisburg-Rhein stand der Ministerin Rede und Antwort. „Wenn jemand die Schleuse übernimmt, beteiligt sich der Bund mit 50 Prozent an den Kosten für die Wiederherstellung“, sagte sie. In ihrem jetzige Zustand stelle die Schleuse eine „Gefahr“ dar, sie in dieser Form weiter zu betrieben, sei unwirtschaftlich, so Beul.

Zahlreiche Politiker aus der Region nutzten die Gelegenheit, um mit der Ministerin ins Gespräch zu kommen. Der CDU-Landtagsabgeordnete Günther Bergmann verwies darauf, dass es ein „hoher Preis“ sei, den die Stadt Kleve für die Schleuse zu bezahlen habe, wenn sie diese übernehmen würden. Viel Zeit für weitere Anmerkungen und Fragen war allerdings nicht, denn anschließend zog der Tross weiter in Richtung Goch.

Rendant Willi van Kempen und Franz Peters von der Bruderschaft mussten im Frauenhaus eine Weile warten, bevor der Gast aus Düsseldorf den Weg zu ihnen fand, denn erst einmal war das Steintor an der Reihe. „Seit dem Morgen ist das hier ein Kommen und Gehen, die Leute wollen ganz viel erfahren, gucken sich die aktuelle Ausstellung mit den tollen historischen Fotos an und studieren auch unsere Pläne für die künftige Nutzung des Gebäudes“, erklärte der RP Theo Aymans vom Heimatverein. 

Günther van Cuick, Altbürgermeister Willi Vaegs und der heutige Verwaltungs- und Rats-Chef Ulrich Knickrehm zeigten der Ministerin den Film, den „GochTV“ über das Sanierungsprojekt Fünf-Ringe-Haus gedreht hat und vermittelten, wie wichtig es ist, auch finanzielle Mittel für die Denkmalpflege freizugeben. Im Frauenhaus der Bruderschaft war nicht viel Zeit für ausführliche Gespräche, ein Rundgang um das historische Ensemble herum und natürlich ein Besuch des Sitzungssaals der Provisoren musste sein. Danach durfte Ina Scharrenbach samt Bürgermeister und Sekretär weiterfahren nach Asperden. Dort stand noch das Klostergut Graefenthal auf dem Programm, und dort lag auch das Goldene Buch der Stadt aus, in das sich die Besucherin eintrug. 

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