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Heiliger Johannes der Täufer in Bedburg-Hau: Strafanzeige gegen Priester wird erweitert

Sexuelle Annäherungsversuche : Weitere Vorwürfe gegen Pfarrer aus Bedburg-Hau

Der Pfarrer aus Bedburg-Hau, der von seinem Amt freigestellt wurde, soll auch in Kevelaer mit unangemessenen SMS-Nachrichten aufgefallen sein. Dort soll es ebenfalls zu sexuellen Annäherungen an einen Erwachsenen gekommen sein. Das Bistum räumt Fehler ein.

Das Bistum Münster hat seine Strafanzeige gegen einen entpflichteten Pfarrer erweitert. Dieser hatte als Geistlicher in Bedburg-Hau diverse SMS-Nachrichten an junge Männer verschickt. Daraufhin stellte das Bistum den Mann frei. Jetzt gab das Bistum bekannt, dass auch ein Minderjähriger angibt, von den Priester Nachrichten bekommen zu haben. Zudem soll er auch schon an früheren Stationen auffällig gewesen sein.

So kam es 2006 zu sexuellen Annäherungen an einen Erwachsenen. Damals war der Mann Pfarrer in Ottmarsbocholt (Senden). Außerdem sei es 2011 in Kevelaer zu für einen Priester unangemessen Kontakten durch den Austausch elektronischer Nachrichten mit sexuellem Inhalt gekommen. Diesmal ging es um zwei erwachsene Männer. Der Priester hatte daraufhin eine Therapie gemacht. Experten sahen kein erhöhtes Rückfallrisiko, so das Bistum. Deshalb bekam der Mann im Jahr 2016 die Leitung der Pfarrgemeinde Heiliger Johannes der Täufer in Bedburg-Hau. Hier kam es dann zu den jüngsten Vorfällen.

Angesichts der jüngsten Ereignisse erklärt das Bistum Münster, dass es ein Fehler gewesen sei, dem Priester wieder eine leitende Aufgabe in der Seelsorge zu geben. „Aus diesen Erfahrungen werden wir für die zukünftige Einsatzpraxis die notwendigen Konsequenzen ziehen“, sagt Personaldezernent Karl Render.