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Haus der kleinen Forscher: Ferien-Experimente der Hochschule Rhein-Waal für Kinder

Haus der kleinen Forscher in Kleve : Die kleinen Ferienforscher sparen diesmal Trinkwasser

Einmal in der Woche stellt Barbara Maue vom Haus der kleinen Forscher Kreis Kleve an der Hochschule Rhein-Waal Forschungsideen für Eltern und Kinder zum Mitmachen an dieser Stelle in der Rheinischen Post vor.

Ferienzeiten sind ideal zum Forschen – erst recht in diesem Jahr, wo durch Corona schon die meisten Spiele gespielt und Bücher gelesen sind. Forscht doch einfach zusammen mit der Familie – das bringt Abwechslung! In dieser Woche erscheint nun der letzte Haus der kleinen Forscher-Tipp zum Thema Wasser, den ihr ganz einfach mit Alltagsmaterialien ausprobieren könnt. Aber es bleibt noch viel mehr zu entdecken: Schaut immer mal auf den Seiten des „Haus der kleinen Forscher“ oder denen der Hochschule vorbei und findet immer neue Ideen und Angebote, zum Beispiel auch Infos über die Kinderuni.

 Heute: Ein Schluck Wasser

 Wasser ist unser Lebensmittel Nr. 1 und bei uns allgegenwärtig: draußen, aber auch im Haus. Viele Wasserhähne stehen uns zur Verfügung: Wir waschen die Hände, kochen, trinken, putzen, gießen Blumen. Heute sind die Detektive unter euch gefragt. Geht erstmal auf Spurensuche und stellt die Orte der Tatwerkzeuge fest: Wo gibt es bei euch in der Wohnung und am Haus überall „Wasserzapfstellen“ – schaut genau! Malt zusammen einen Plan der Wohnung, des Hauses und zeichnet die Wasserhähne und Toilettenspülungen ein. Nun wäre es spannend zu wissen, wie viel Wasser ihr und eure Familie denn eigentlich so an einem Tag verbraucht?  Legt an jeder „Wasserstelle“ eine Liste aus, in die ihr eintragt, für was ihr jeweils Wasser entnehmt.

hsrw Foto: hsrw

Nur: Wie könnt ihr wissen, wieviel Wasser beim Händewaschen aus dem Hahn fließt? Was für Ideen habt ihr? Eine Möglichkeit wäre, einmal während des Händewaschens, so lange der Wasserhahn läuft,  die Zeit zu stoppen. Dann könntet ihr anschließend in der gleichen Zeitspanne das Wasser, das bei aufgedrehtem Hahn heraus läuft, zum Beispiel   mit Bechern auffangen und dann abmessen. Klospülungen liegen in der Regel zwischen  sechs und neun Litern, Teilspülungen bei drei oder vier.

Euer Trinkwasser könnt ihr direkt abmessen und  beim Spülen  mit einem Stopfen im Abfluss entweder vorher oder aber im Anschluss die Menge des genutzten Wassers ermitteln. Wie macht ihr es beim Duschen oder Baden? Oder beim Blumengießen? Wenn ihr wisst,  wieviel Wasser ihr jeweils verbraucht, könnt ihr an jede „Wasserstelle“ eine Liste legen, wo jeder notiert, wieviel Wasser sie oder er im Laufe des Tages genutzt hat, etwa durch vorbereitete Tabellen mit Strichlisten.

Was ist euer Ergebnis? Wofür gebraucht ihr Wasser, und wie hoch ist euer Wasserverbrauch? Notiert alles auf einem „Detektivblock“ pro Wasserstelle. Unser Wasserreichtum hat dazu geführt, dass wir recht sorglos mit dem kostbaren Nass umgehen, aber  die Trockenheit der vergangenen Jahre auch in unserem Land bringt uns dazu, dies neu zu bedenken. Müssen wir wirklich jeden Tag so viel wertvolles Wasser verbrauchen? Wo gäbe es Möglichkeiten, weniger zu verbrauchen? Weniger Händewaschen gilt nicht, aber den Wasserhahn während des Einseifens abzudrehen spart eine ganze Menge Wasser. Nutzt eure detektivischen Fähigkeiten und nehmt jede Wassernutzung mal kritisch unter die Lupe! Es lässt sich nämlich mancher Liter sparen.

Und welches Wasser können wir doppelt nutzen und dadurch die Menge des gezapften Wassers reduzieren? Überlegt genau, welche Wasserqualität jeweils notwendig ist: Trinkwasser muss frisch und ganz rein sein, aber für das Wasser zum Blumengießen könntet ihr  auch das Wasser vom Gemüsewaschen auffangen. Nur kein Spül- oder Wasch- oder Putzwasser für die Pflanzen verwenden: Die Spül-, Putz- und Waschmittel darin würden den Blumen und Bodenlebewesen sehr schaden. Welche Nutzungsketten lassen sich finden? Jetzt sind eure Ideen gefragt!

Notiert alle eure Einspar- und Doppel-Nutzideen – auch die, die auf den ersten Blick nicht umsetzbar scheinen. Benutzt euren  Detektivblock fürs Wasser. Damit eure Vorschläge auch im Alltag und auf längere Sicht umgesetzt werden, ruft ihr am besten eine Familienkonferenz ein, bei der ihr gemeinsam diskutiert, neue Wege geht, Pläne schmiedet und entscheidet, welche Ideen ihr umsetzen wollt. Diese haltet ihr dann zusammen auf dem „Pro-Wasser-Block“ für alle fest und trefft euch nach zwei Wochen wieder, um zu schauen, was gut funktioniert, wo es nicht gut klappt und welche neuen Ideen zur Verbesserung euch noch gekommen sind.

Welche Ideen für eine nachhaltige Wassernutzung ganz konkret bei euch zu Hause habt ihr gefunden? Ich bin sehr gespannt auf eure Ergebnisse. Wer mag, kann wieder Bilder, Videos oder einen kleinen Forschungsbericht machen und an uns schicken: barbara.maue@hochschule.rhein-waal.de

Nach einer Idee der Stiftung Haus der kleinen Forscher, in Kooperation mit der VHS Kleve.