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Handwerkertag auf der Kavarinerstraße in Kleve gut besucht

Kleve : Von Schmuck und Schoko-Schweinchen

Lange Tradition: In der Klever Kavarinerstraße präsentierten die Familienbetriebe und Unternehmen beim alle zwei Jahre stattfindenden Handwerkertag am Samstag den vielen Besuchern ihr Können.

Wie der Konditormeister Schokoladenfiguren herstellt? Das konnten die Besucher der „Schokoladenmacherei“ am Samstag im Rahmen der Aktion „Heimat-Shoppen“ live erleben. Und die jüngsten Besucher durften es auch gleich ausprobieren und Schoko-Schweinchen herstellen. Martin Marx nahm sich viel Zeit, dem Nachwuchs die einzelnen Arbeitsschritte zu erklären: „Aufgeblasene Wasserballons werden in flüssige Schokolade getaucht – zwei Mal. Wenn die Masse erstarrt, kann man diese vom Ballon lösen.“ Und hat dann den Körper des Ferkels. Dieser bekommt dann noch vier Schokokugeln als Füße und Schnäuzchen und Schwänzchen aus Marzipan – fertig ist das süße Prachtexemplar. „Bei uns entstehen alle Produkte in Handarbeit“, erzählte der Konditormeister. Seine Kunden können sich jederzeit in seinem Geschäft, das es seit zwölf Jahren an der Kavarinerstraße gibt, davon überzeugen und ihm in der „gläsernen Produktion“ zuschauen.

Am Samstag lud die Straßengemeinschaft zum traditionellen Handwerkertag ein, der alle zwei Jahre stattfindet. In der Kavarinerstraße gibt es noch Inhaber geführte Familienbetriebe und Unternehmen, die echtes Handwerk präsentieren. Der Goldschmied Markus Breuckmann hatte vor seinem Geschäft einen mobilen Arbeitstisch aufgebaut mit typischen Arbeitsgeräten wie Zangen, Pinzetten, Sägen, Feilen und einer „Änderungsmaschine“ für Trauringe, an der diese gedehnt und gestaucht werden können. „Wir wollten eigentlich das Schmelzen und Gießen von Gold und Silber zeigen. Aber der Wind blies immer die Gasflamme aus“, erzählte Ehefrau Heidi Breuckmann, die ihren Mann unterstützt.

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Über Honig konnte Gerd Crins viel erzählen, der gemeinsam mit seinem Nachbarn 25 Bienenvölker besitzt. „Bis jetzt sind wir ganz zufrieden. Zurzeit sind noch elf Bienenvölker in der Hoge Veluwe in den Niederlanden für unseren Heidehonig unterwegs“, sagte er. Und ließ die Besucher gerne mal die Unterschiede zwischen Früh- und Sommertracht probieren. „Es ist schön, dem Treiben der Bienen zuzuschauen und man tut etwas gutes für die Natur“, sagte er über sein Hobby.

„Punch Needling“ ist eine Handarbeits-Technik, die sticken und knüpfen kombiniert. Vor dem Geschäft „Yarndesign“ wurde den Besuchern die Technik gezeigt, hier konnten sie auch gleich Hefte mit Mustern und das passende Material erwerben. Andrea Janßen-Wilmsen stickte gerade die Augen eines Plüschelefanten. Sie hatte zwölf Jahre lang ein Geschäft auf der Kavarinerstraße, verkauft ihre selbst gemachten Babysachen – unter anderem Plüschenten mit Schmusetuch, Windeltasche und Rasseln - jetzt nur noch online und auf Märkten. „Ein Renner sind die Schmusekissen mit Namen“, sagte sie. Und auch spezielle Kleve-Artikel gab es: Lätzchen und Kissen mit der Schwanenburg.

Die Frauen der Organisation „inner wheel“, die weltweit größte eigenständige Frauen-Service-Club-Organisation, verkauften Marmeladen, Chutneys, Apfel- und Walnussbrot – alles aus eigener Herstellung. „Unsere Organisation beruht auf drei Säulen: Freundschaft pflegen, soziales Engagement und internationale Verständigung. Wir unterstützen soziale Projekte“, erklärte Helga Roidl. Zurzeit wird Geld gesammelt für ein Theaterprojekt an der Dietrich-Bonhoeffer-Schule.

Neben den Handwerkern stellten auch zahlreiche Kunsthandwerker ihre Produkte zum Verkauf aus. Da gab es wunderschöne Lampen und Windlichter auf Holzsäulen und aus Baumstämmen – jedes Stück ein Unikat, Schmuck in den verschiedensten Variationen, schicke Hüte, Mützen, Schals und Hosen für Babys, schönes Geschirr, Bilderrahmen und einige antike Haushaltswaren. Bei dem schönen Spätsommerwetter genossen die Besucher den Bummel über den kleinen Markt.