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Handwerk wirbt für seine Berufe am Klever Berufskolleg

Handwerk Kreis Kleve : Fachkräftemangel bleibt Thema

Die Kreishandwerkerschaft veranstaltete einen Tag des Handwerks am Berufskolleg – und präsentierte klare Botschaften. Werbewirksame Trucks waren dabei.

Das Handwerk brummt, die Auftragslage ist seit geraumer Zeit rosig. Viele Unternehmen kommen kaum hinterher. Und dennoch fehlt es den Betrieben in der Region seit Jahren an qualifiziertem Personal. Um dem Mangel entgegenzuwirken, veranstaltete die Kreishandwerkerschaft den „Tag des Handwerks“ am Berufskolleg in Kleve.

Der Ort war alles andere als zufällig gewählt. Immerhin investierte die Kreispolitik in den vergangenen Jahren Millionenbeträge in die Modernisierung der Schule, ein großer Teil des Geldes floss in den Neubau der überbetrieblichen Ausbildungswerkstätten. An den Berufskolleg-Werkstätten in Kleve und Geldern werden Azubis im Bereich Dachdecker, Elektro, Friseur, Maler und Lackierer, Metall, Sanitär-Heizung-Klima sowie KFZ und DVS auf den Arbeitsmarkt vorbereitet.

Die Räumlichkeiten besichtigten nun die Vertreter der Kammer – darunter Karl-Heinz Reidenbach (Vizepräsident der Handwerkskammer Düsseldorf) und Ralf Matenaer (Kreishandwerksmeister aus Bedburg-Hau) – im Rahmen der landesweiten Sternfahrt ihrer Trucks. Die Handwerkskammer will all jenen Unternehmern und Arbeitnehmern danken, die während der Corona-Pandemie ihren Betrieb offen gehalten und so die Versorgungssicherheit gewährleistet haben.

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„Wir danken als Innung allen Menschen, die diese Orte der dualen Ausbildung möglich machen“, sagt Richard Thielen, Geschäftsführer der Klever Kreishandwerkerschaft. Die Werkstätten an den Standorten in Kleve und Geldern – erst vor wenigen Monaten neu eröffnet – seien ein echtes Aushängeschild, mit dem man erfolgreich Nachwuchs für die duale Ausbildung anwerben könne, so erklärt er. „Zwar haben wir in diesem Jahr wieder mehr Azubi-Verträge als im Jahr zuvor abgeschlossen. 2020 war es wegen Corona aber auch ganz schlimm. Wir haben weiterhin 350 offene Stellen im Handwerk. Wir müssen alles geben, diese Lücken zu schließen und das Handwerk so zu präsentieren, wie es ist: attraktiv“, sagt Geschäftsführer Richard Thielen.