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Kleve: Gut, dass es sie gibt

Kleve : Gut, dass es sie gibt

Die Feuerwehrlöschgruppe Donsbrüggen feiert am 12. und 13. Juni ihr 75. Jubiläum. Viele Feuerwehrleute werden am Freitag erwartet. Samstag freuen sich die Kameraden auf den Besuch der Bürger, die mit ihnen feiern wollen.

KLEVE-DONSBRÜGGEN Ackersheide 1 lautet seit 45 Jahren die Adresse der Freiwilligen Feuerwehr in Donsbrüggen. Dort steht ein Haus, in das die Kameraden viel Herzblut investiert haben. Aber wenn es dort bald nicht mehr steht, werden die Feuerwehrleute nur mit einem Auge weinen, denn es soll ein neues Gerätehaus an eben dieser Stelle gebaut werden. Die Übergangszeit ohne eigenes Haus werden die Blauröcke überstehen, denn das sind sie aus ihrer 75-jährigen Geschichte bereits gewöhnt. 1934 gegründet, bezogen sie ihre ersten eigenen vier Wände erst nach dem Zweiten Weltkrieg – damals in der ehemaligen Alten Schule an der Kranenburgerstraße.

Echter Donsbrüggener Jung

Ihr Jubiläum feiern die 16 Feuerwehrmänner und ihre eine Feuerwehrfrau am 12. und 13. Juni, dann aber richtig groß. Etwa 150 Ehrengäste haben sie für den Freitagabend zum Festkommers nach einem ökumenischen Gottesdienst eingeladen. Als Festredner konnte "ein echter Donsbrüggener Jung" gewonnen werden, wie Löschgruppenchef Werner Peters erklärt: Dr. Christoph Lamers, er arbeitet als Brandrat im Regierungspräsidium Arnsberg.

"Wir stecken viele Erwartungen in die Feierlichkeiten", sagt Wolfgang de Haan, stellvertretender Chef der Löschgruppe. Und das können sie getrost tun, denn die Kameradschaft der Wehrleute sei wirklich sehr gut, wie de Haan betont. Zum 75-sten Geburtstag ist es den Donsbrüggenern gelungen, das Stadtfeuerwehrfest ins Dorf zu holen – zum ersten Mal. Für gewöhnlich reisen die 17 Blauröcke durch die anderen Ortsteile und nicht nur zum Feiern, sondern besonders wenn es ernst wird. Denn die Wehrleute um Hauptbrandmeister Werner Peters haben sich auf die Abwehr von Gefahren im Zusammenhang mit gefährlichen Stoffen und Gütern in der Stadt Kleve spezialisiert.

Am Samstag, 13. Juni, werden die Feuerwehrleute vorführen, warum es so gut ist, dass es seit einem dreiviertel Jahrhundert auch in Donsbrüggen eine Feuerwehr gibt. Ab ungefähr 17 Uhr werden die Kameraden aus Nütterden und Mehr einen Autounfall auf dem Dorfplatz inszenieren. Dabei wird schweres Gerät zum Einsatz kommen, mit dem zwei Verletzte geborgen werden müssen. Als besonderen Höhepunkt bezeichnet de Haan den Besuch des Rettungshubschraubers "Lifeliner 3" aus Nimwegen, der an der Übung teilnehmen und dann für etwa zwei Stunden zu besichtigen sein wird.

Tanzabend mit "Coconuts"

Im Rahmen des Festprogramms sollen für den ganzen Stadtverband die Ehrungen, Ernennungen und Verabschiedungen vorgenommen werden. Richtig gesellig wird es auf dem Dorfplatz ab 18.30 Uhr, dann beginnt das Stadtfeuerwehrfest als Tanzabend im Festzelt mit der Band "Coconuts".

(RP)