1. NRW
  2. Städte
  3. Kleve

Grundschulen in Kleve erhalten Baukästen für Roboter

Kleve : Robotertechnik für zwei Grundschulen

Mit ihrer Hilfe werden die Schüler der St.-Michael-Grundschule Reichswalde und der Gemeinschaftsgrundschule An den Lindenauf spielerische Weise an spätere Unterrichtsfächer wie etwa Informatik herangeführt.

An zwei Klever Grundschulen hält die Zukunft Einzug. Die St.-Michael-Grundschule Reichswalde und die Gemeinschaftsgrundschule An den Linden in Kleve verfügen jetzt über insgesamt zehn Lego-Mindstorms-Bausätze. Damit lassen sich kleine Roboter bauen.

Gespendet wurden die Roboterbausätze vom ehemaligen Verein der Technologie- und Gründerzentren NRW, der zum Ende des Jahres 2016 aufgelöst wurde. Im zdi-Schülerlabor Energie an der Hochschule Rhein-Waal überreichte Wirtschaftsförderer Joachim Rasch, vom ehemaligen TGZ in Kleve, die Bausätze an die Vertreter der Grundschulen. Sie haben einen Wert von insgesamt 5000 Euro. „Ich glaube, dass der Einsatz der Lego-Roboterbausets dazu beitragen kann, dass Grundschüler in der weiterführenden Schule ein MINT-Fach zum Schwerpunkt wählen. Der frühe praktische Umgang mit technischen Herausforderungen kann dazu beitragen, dem technischen Fachkräftemangel in unserer Region etwas entgegenzusetzen“, sagte Rasch.

Ausgewählt wurden die beiden Klever Grundschulen durch das regionale zdi-Netzwerk. Die Schulen mussten zuvor Konzepte zur Nutzung der Bausätze einreichen. „Wir wissen, dass unsere Kinder eine hohe Motivation mitbringen und für „MINT-Fragestellungen zu begeistern sind. Allerdings fehlen uns Materialien, die über den Unterricht hinaus gehen“, hatte Anna Janßen, Rektorin der St.-Michael-Grundschule, an die Jury geschrieben.

  • Kleve : 360 Lupen für Klever Grundschüler
  • Kleve : Computer-Koffer für die Klever Schüler
  • Ein Blitz hellt in Düsseldorf in
    Unwetter in der Region : Gewitter erleuchten den Himmel über NRW

Die beiden Schulen werden die Roboterbausätze unter sich aufteilen, je nach Bedarf. An der Reichswalder Grundschulen werden sie wohl in den dritten und vierten Klassen eingesetzt, wahrscheinlich im Rahmen einer AG. Jens Wilmeroth, Leiter der Gemeinschaftsgrundschule An den Linden könnte sich auch gut vorstellen, die Bausätze in der Betreuungsform Offener Ganztag einzusetzen. Die Schüler können unter Anleitung der Lehrer, die dafür noch geschult werden müssen, verschiedene Roboter-Varianten bauen. Anschließend können die Helferlein dann programmiert werden für die Aufgaben, die sie verrichten sollen. Einen praktischen Nutzen, etwa zum Einräumen von Büchern in ein Regal, haben die Roboter zwar nicht. Aber die Schüler werden mit ihrer Hilfe auf spielerische Weise an spätere Unterrichtsfächer wie etwa Informatik herangeführt.

„Die zehn Roboterkästen werden sicherlich einen erfolgreich Einsatz finden und die Schüler in die spannende Welt der Robotik entführen“, sagte die Projektkoordinatorin Martina Bracht-Nienaber vom zdi-Zentrum Kreis Kleve an der Hochschule Rhein-Waal. Die Lehrer sowie die Coaches der Grundschulteams erhalten im Rahmen der zdi-Akademie eine Schulung zur Programmierung der Lego-Mindstorms-Bausätze. Im Frühjahr 2019 werden die Grundschulteams dann beim zdi-Roboterwettbewerb starten.