Grundschule An den Linden in Kleve: Erhöhte Werte von PAK gemessen

Kleve Schule : Boden gut gemacht?

In zwei Wochen stehen Ergebnisse der Schadstoff-Messung in der Grundschule fest.

Das Thema PAK in der Grundschule An den Linden wird Eltern, Lehrer und die Klever Verwaltung wohl noch länger beschäftigen. Nach der Schulsanierung wurden erhöhte Werte der gesundheitsgefährdenden Polycyclische Aromatische Kohlenwasserstoffverbindung, kurz PAK genannt, in den Klassenräumen gemessen. Diese können krebserregend sein. Grund dafür war die Überarbeitung des Parketts. Schüler und Lehrer klagten über Kopfschmerzen und Übelkeit. Schulleiter Jens Willmeroth informiert die Stadt (die RP berichtete). PAK ist eine Stoffgruppe, die in Parkettkleber enthalten ist. Lange war die Problematik nicht bekannt. Bis Ende der 60er Jahre wurde Parkett mit PAK-haltigen Klebern verlegt.

Heiner Mokroß ist Sachverständiger für Gebäudeschadstoffe. Er hat die Messungen in der Grundschule durchgeführt und erklärt, dass es drei Gefahrenbereiche gibt. „Der untere Wert sollte als Vorsorgewert unterschritten werden“, sagt er. Ein Grenzbereich liegt zwischen den Stufen eins und zwei. Wird der Wert zwei überschritten, kann eine Gefährdung nicht mehr ausgeschlossen werden. Unterhalb des Richtwerts eins sei dies nicht zu erwarten, so der Experte. Bei der ersten Messung in der Schule wurde ein Wert im mittleren Bereich festgestellt. Um den zu unterschreiten, müsste der Raum nach 45 Minuten für fünf Minuten stoßgelüftet werden. Nur so kann derzeit die Marke eins unterschritten werden, da nach einer Schulstunde die Luft in einem Klassenraum stark verbraucht ist. Auf die Frage, ob er sein Kind an der Schule anmelden würde, antwortete er: „Nur wenn der Wert unter der Marke eins liegt.“ In einem Raum sind die Arbeiten abgeschlossen. Ob diese ausreichend für eine Reduzierung des Schadstoffwerts waren, wird in etwa zwei Wochen feststehen. So lange benötigt das Fachunternehmen, um die Donnerstag gemachten Messungen auszuwerten.

Die zuletzt an dem Boden durchgeführten Arbeitsschritte waren enorm aufwändig. Das Parkett musste erneut bis aufs Holz abgeschliffen werden. Dann wurde zwei Mal eine Art Silikon zwischen die Fugen aufgetragen. Durch das elastische Material sollen sie nicht mehr reißen. Ein weiterer Schleifvorgang entfernte die Überschüsse. Danach war ein Feinschliff notwendig. Zum Abschluss sind drei Versiegelungen erforderlich, damit der Holzboden höchsten Ansprüchen genügt.

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