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Kleve: Grüne: Gemeinsamer Kandidat gegen Janssen

Kleve : Grüne: Gemeinsamer Kandidat gegen Janssen

Die Grünen in Kleve sehen in der Kandidatur von Udo Janssen die historische Chance, einen Bürgermeister jenseits der CDU für Kleve zu finden. Es gibt Gespräche mit allen anderen Parteien.

Für die Strategen in der CDU, die Udo Janssen auf den Schild des Bürgermeisterkandidaten gehoben haben, wird's eng: Es zeichnet sich ab, dass die anderen Parteien sich auf einen gemeinsamen Kandidaten einigen können und nicht gegenseitig die Stimmen wegnehmen wollen. Der Tenor der Suche: "Wir wollen gewinnen." So brachte es gestern Paula Backhaus, stellvertretende Vorsitzende der Klever Grünen, auf den Punkt.

 Gudrun Hütten, Paula Backhaus und Cedric Instenberg (v.l.).
Gudrun Hütten, Paula Backhaus und Cedric Instenberg (v.l.). Foto: Gottfried Evers

Gudrun Hütten ergänzte: "Wir sind uns der historischen Chance und der Verantwortung bewusst, die sich aus der jetzigen Konstellation ergibt." Man sei offen, einen gemeinsamen Kandidaten zu stellen, dazu habe es mit allen anderen Parteien Gespräche gegeben und dazu werde man weitere Gespräche führen. Der künftige Kandidat solle die fachlichen Qualifikationen mitbringen, Erfahrung mit Verwaltungsarbeit haben, geübt im Umgang mit Menschen sein. "Er muss eine Vision von der Zukunft Kleves haben", sagt Backhaus.

Inhaltlich wollen sich die Grünen aus Sicht des Ortsverbandes mit Schule und Kinderbetreuung in Kindergarten und im Ganztag auseinander setzen, die Inklusion entwickelt wissen und eine Lösung für die rechtzeitige Sprachförderung von Kindern finden. Städtebaulich wollen sie eine vernünftige, sensible Entwicklung von Union- und Bensdorp-Gelände und schließlich die Fortsetzung der Minoritenplatz-Diskussion, sagt Hütten.

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Der Fahrplan für die Bürgermeisterkandidatur steht aus Sicht der Grünen auch bereits: Anfang Januar werden sich Vorstand und Fraktion kurzschließen, Ende Januar kommt die Mitgliederversammlung, die die Weichen stellen wird. "Wir möchten allerdings nicht, dass der oder die Kandidatin zu früh benannt wird", sinniert Hütten über den richtigen Zeitpunkt des Wahlkampfes um Kleves höchstes Amt. Die Grünen rechnen damit, dass man die Kandidatin oder den Kandidaten frühestens März/April benennen wird.

Hütten unterstreicht auch, dass gerade in der Zusammenarbeit der Grünen mit der CDU die Stadt gut aufgestellt wurde, sieht im Campus der Hochschule ein Beispiel, wie sich die Schwanenstadt auch städtebaulich gut weiterentwickeln könne. Backhaus möchte zudem ein Jugendparlament.

Die Entwicklung der Schulen sieht die ehemalige Schulleiterin durchaus positiv. Kleve sei mit den verschiedenen Schulformen breit aufgestellt. Auch dass das KAG im alten Schulzentrum bleibe, sei eine Lösung im Sinne der Lehrer und Schüler dieser Schule. "Sie werden den zusätzlichen Platz dort brauchen für Inklusion und Montessori", sagt Hütten. Hütten begrüßt auch die Überlegung, im Adenauer-Schulzentrum zusätzlich die Volkshochschule (VHS) unterzubringen. Das könne der Klever VHS den nötigen Raum schaffen und mache auf lange Sicht das Gebiet VHS/Alte Post zur städtischen Entwicklung frei. Die Klever Grünen werden ab dem 1. Januar nicht mehr am Brücktor residieren, sondern im Spoy-Center eine neue Geschäftsstelle aufmachen, die auch regelmäßig zum Gespräch einlädt ("Neben der Suppenküche", so Hütten). Für den Wahlkampf wollen sie Film-Clips drehen, in denen Klever Bürger befragt werden, wie sie sich ihren Bürgermeisterkandidaten vorstellen und sie wollen Interviews zur Stadtentwicklung führen.

(RP)