Kleve: Grüne: Fahrradkeller im Rathaus prüfen

Kleve: Grüne: Fahrradkeller im Rathaus prüfen

Stadt möchte eine Garage mit Dach für Räder neben dem Baum vor dem Haupteingang der Verwaltung aufstellen.

Nicht gerade begeistert waren Klever Ratsmitglieder von der Mitteilung des Technischen Beigeordneten Jürgen Rauer, eine Fahrradgarage vor allem für die Mitarbeiter der Verwaltung an den Platz vor dem Haupteingang des Rathauses setzen zu wollen. Er wolle diese "Fahrrad-Abstellanlage mit Dach, versetzbar" auf der Grünfläche vor das Rathaus stellen, hatte Rauer erklärt. Später, wenn der Platz großräumig genutzt werden müsse, könne man die "Abstellanlage" notfalls andernorts verwenden. Das "Gerät" soll bis zu 20 Fahrräder aufnehmen und mit dem Dach vor Regen schützen können. Das sei, so der Beigeordnete, bei den hochwertigen Pedelecs ja auch vonnöten.

CDU-Fraktionschef Wolfgang Gebing kritisierte das Vorhaben: Man habe lange und ausführlich schon über andere Standorte für Fahrradständer diskutiert, ebenso über die Ursprungsplanung der Müllcontainer, die dann ja schließlich in der Erde versenkt worden seien. Deshalb könne man nicht ohne Diskussion einfach eine Fahrradgarage aufbauen: Es könne nicht richtig sein, sich den Platz, der vielleicht für Märkte und Veranstaltungen genutzt werden soll, derartig zuzustellen. Zumal man dort doch froh über jedes Grün sein sollte. Jörg Cosar warnte davor, den "Minoritenplatz" vor dem Haupteingang des Rathauses zu verbauen: Man solle die Stelle nicht mit Fahrradständern zubauen, schon gar nicht dort, wo der Baum bei der künftigen Platzgestaltung einen Akzent setzen würde. "Das schränkt die Attraktivität des Platzes ein", so der CDU-Ratsherr.

  • Kleve : Rathaus: Grüne für Fahrradkeller statt Tiefgarage

Wiltrud Schnütgen (Grüne) schlug vor, dass die Verwaltung die ungenutzte Tiefgarage im Keller des Rathauses nutzen solle. Das wäre ein idealer Platz für Fahrräder - zumindest bis es vielleicht doch irgendwann einmal eine Anbindung an eine irgendwie geartete Tiefgarage unter dem Parkplatz geben sollte, so Schnütgen. Damit bekäme die kleine Tiefgarage eine sinnvolle Nutzung. Bis jetzt ist diese Tiefgarage über den Aufzug und das Treppenhaus innerhalb des Rathauses erreichbar. Eine Außentreppe mit Fahrradführung hinunter hatte die Verwaltung im Vorfeld der Rathauseröffnung verworfen. Dass man die ungenutzte Fläche für die Fahrräder nutzen könne und die Verwaltung einen entsprechenden Zugang prüfen solle, hatte Schnütgen auch damals in die Diskussion eingebracht. Rauer versprach, die Möglichkeit eines Fahrradkellers im Rathaus zu prüfen.

Wiltrud Schnütgen hatte auch angefragt, wann die Gestaltungssatzung der Stadt Kleve für die Bereiche außerhalb der City vorgestellt werde. Rauer kündigte mit der Prüfung des Kellers in einem an, dass dies mit der Satzung im Fachausschuss vorgestellt werden sollte.

(mgr)