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Grab der Franziskusschwestern in Kleve neugestaltet

Orden mit Tradition : Grab der Franziskusschwestern in Kleve neugestaltet

Zwei Franziskusschwestern leben noch in Kleve – beide waren zum Friedhof an der Merowinger Straße gekommen, um an der Segnung der neu gestalteten Gemeinschaftsgrabanlage für Mitglieder ihres Ordens teilzunehmen.

Die Gedenktafeln und Steinkreuze zeigen, wie viele Franziskusschwestern und Kapuzinermönche in Kleve und Umgebung gewirkt haben. Mit der neuen Grabanlage wird auch an die Ordensmitglieder erinnert, die ihr Grab in Xanten, Kevelaer oder Weeze haben.

Er freue sich über die gelungene Umgestaltung der Anlage, sagte der Vorsitzende der Franziskus-Stiftung, Udo Holtmann, zur Begrüßung. Für ihre finanzielle Unterstützung dankte er der Stadt Kleve, vertreten durch den stellvertretenden Bürgermeister Joachim Schmidt, sowie dem Provinzialat der Kapuziner. Von diesem Orden war der aus Kleve stammende Bruder Heribert Leibold zu Gast. Die Umgestaltung sei, betonte Holtmann, „mit Kompetenz und Beratung durch den Denkmalschutz“ auf den Weg gebracht worden.

Der stellvertretende Stiftungsvorsitzende Thomas Delbeck erinnerte in seiner Rede an die bewegte Geschichte des Kapuzinerordens, der einst das Kloster an der Spyckstraße betrieb, und der Franziskusschwestern am Niederrhein. „Die Franziskus-Stiftung setzt sich heute und zukünftig für die Belange der beiden noch in Kleve lebenden Schwestern und der Ordensgemeinschaft ein“, sagte er. Daher werde sie bis zum Jahr 2050 die Kosten für die Pflege der gesamten Anlage übernehmen – für die von der Stadt Kleve übrigens keine Nutzungsgebühr erhoben wird, wie zuvor Holtmann schon betont hatte.

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Dem Rat und der Verwaltung sei es wichtig, den verstorbenen Ordensmitgliedern ein würdiges Andenken bewahren zu können, sagte der stellvertretende Bürgermeister. „Es besteht eine tiefe Verbindung zwischen der Bürgerschaft und den Schwestern, gerade die älteren Bürger haben gute Erinnerungen an das segensreiche Wirken“, sagte Schmidt. Dieses „segensreiche Wirken“ stellte auch Propst Johannes Mecking in der Segnungsfeier heraus: „Hier liegen Menschen, die selbst ein Segen gewesen sind, dies ist ein Ort der Geschichte, die zu Kleve gehört, und es ist ein Ort des Glaubens.“ Anschließend besprengte er die neu gestaltete Anlage mit Weihwasser, um sie zu segnen.

Zu ihr gehört das eindrucksvolle Steinkreuz des Bildhauers Achilles Moortgart (1881 – 1957), der einige Jahre in Kleve gelebt hat. Nach der Umgestaltung kommt das Werk, das Jesus am Kreuz zeigt, der einen Kapuziner zu sich heran zieht, wieder voll zur Geltung.