Bedburg-Hau: Golfresort: Alle gegen die Grünen

Bedburg-Hau : Golfresort: Alle gegen die Grünen

Golfresort Schloss Moyland: In einer gemeinsamen Pressekonferenz distanzierte sich die Bedburg-Hauer CDU, SPD und FDP von den Äußerungen der Grünen. Sie geben jedem Investor ein Chance und prüfen die Pläne kritisch.

Es gibt Leute, die können immer nur kritisieren. Davon wollen sich die Bedburg-Hauer Christdemokraten, Liberalen und Sozialdemokraten vehement distanzieren. "Wir sind nicht der Pinguin von Uli Stein, der immer und immer wieder das Schild ,Dagegen‘ hochhält”, sagt Michael Hendricks, Fraktionsvorsitzender der FDP. Einstimmiges Nicken. Zusammen mit seinen beiden Kollegen Silke Gorißen, Partei- und Fraktionsvorsitzende der CDU, und Hans-Gerd Fruhen, Fraktionsvorsitzender der SPD, hatte er zu einem gemeinsamen Pressegespräch eingeladen. Tenor der Zusammenkunft: "Wir wollen stark sein und eine Zukunft für Bedburg-Hau gestalten.”

Schlechter Stil

"Aktuelle Entwicklung in und um Moyland” ­ so war das Treffen gestern Mittag überschrieben. Es diente vor allem eins: Die drei Politiker wollten sich positionieren ­ und zwar klar gegen die Grünen. "Wir sind richtig wütend. Schon vor der Kommunalwahl haben die Grünen versucht, an dem neuen Konzept von Museum Schloss Moyland, das die künstlerische Direktorin mit viel Mühe erstellt hat, zu rütteln. Und auch jetzt, mit dem offenen Brief von Günter van Meegen, rücken die Grünen nicht nur Sander van Gelder, sondern auch den Bedburg-Hauer Rat in ein schlechtes Licht. Das ist schon wieder eine Auflage eines unglaublich schlechten Stils.”

Zum Hintergrund: Vergangene Woche hatte der neue Besitzer des ehemaligen Golfparks und heutigen Golfresort Schloss Moyland, der Niederländer Sander van Gelder, seine Pläne vorgestellt. 70 Millionen Euro möchte er investieren. Entstehen soll eine weitere 18-Loch-Anlage, ein neues Clubhaus und ein 5-Sterne-Suite-Hotel. Daraufhin schrieben die Grünen einen Brief und deklarierten van Gelders Pläne als "unverschämt”. Das wiederum brachte die CDU, SPD und FDP gemeinsam auf den Plan: "Wir geben jedem Investor eine Chance. Schließlich geht es hier um das Image der Gemeinde. Wir wollen ein verlässlicher Partner sein und Dinge auf den Weg bringen und nicht um jeden Preis verhindern”, sagt Hendricks: "Hier geht es nicht um ein paar Hundert Euro, sondern um Millionen und 100 Arbeitsplätze. Das Ganze könnte sich wie ein Dominostein auswirken.”

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Was aber nicht heißt, dass die Pläne nicht kritisch geprüft werden. "Wir lassen uns nicht einfach von einem niederländischen Investor übers Ohr hauen. Und wir werden auch bestimmte Dinge von Anliegern nicht einfach übergehen”, sagt auch Hans-Gerd Fruhen. Aus diesem Grunde planen die drei Fraktionen ein gemeinsames Treffen mit Sander van Gelder, bei dem die Planungen erörtert werden.

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