Gocherin Rahel Maas steht im Halbfinale von The Voice of Germany

The Voice of Germany : Mit ganz viel Gold in der Stimme

Rahel Maas steht am Sonntagabend bei Sat1 im Halbfinale von „The Voice of Germany“. Die 23 Jahre alte Erzieherin aus Goch sang sich mit Westernhagens Hit „Freiheit“ in die Herzen der Jury und des TV-Publikums.

Jetzt ist sie schon in Berlin und probt für einen Auftritt, mit dem sie so vor einigen Wochen nicht gerechnet hat, wie sie selber zugibt. Rahel Maas, 23 Jahre alt und von Beruf Erzieherin im Arnold-Janssen-Kindergarten in Goch, steht am Sonntagabend im Halbfinale des ProSieben-Gesangswettbewerbs „The Voice of Germany“ zusammen mit elf weiteren Talenten, die bis hier her gekommen sind.

Ein Grund dafür ist, dass sie im November mit ihrer Darbietung des schönsten Liedes von Marius Müller-Westernhagen, „Freiheit“, ganz viel Lob von der Jury und ihrem Coach, Mark Forster, erhielt. „Du hast ganz viel Gold in der Stimme“, hatte dieser gesagt und ein Potenzial zum Sieg laut ausgesprochen. Im Duett mit Johannes Holfeld aus Berlin hatte die Sängerin viel Gefühl transportiert und inzwischen wächst die Schar der Fans, angefangen von den Kindern des Arnold-Janssen-Kindergartens, die sie betreut und die ihre Bühnenauftritte bereits in bunte Zeichnungen umgesetzt haben. „Die Kinder haben bunte Bilder von mir auf der Bühne gemalt“, sagt Maas gerührt.

Unerfahren auf der Bühne ist Rahel Maas aber keineswegs. Seit drei Jahren ist sie Mitglied der Kranenburger Band „New Age“. Dort singt sie zusammen mit Julia (Juli) Koch. David van Donzel und Niklas Schel gehören ebenfalls zur Band, die am liebsten Eigenkompositionen spielt. Einschlägige Festivalerfahrung im Rock und Pop sowie Preise bei Bandkontesten kennzeichnen die Gruppe.

„Rahel ist eine sehr sympathische Sängerin mit einer tollen Stimme“, sagt Emil Kersten aus Kranenburg, der New Age schon zehn Jahre begleitet. Auf Anraten einer Freundin bewarb Maas sich mit einem YouTube-Video bei der ProSieben-Castingshow.

Seither hat sie dort viel erlebt: Spannend war der Auftritt als sogenannte „Vorhang-Kandidatin“, bei dem die Jury nur hört und die Sängerin nicht sehen kann. Darauf sang sie sich erfolgreich durch die „Battles“ und den nervenaufreibenden „Hot Seat“. Dort können die ausgewählten Kandidaten jederzeit noch rausfliegen, wenn ein anderer überzeugender ist. „Man feiert die anderen Kandidaten, während sie auftreten richtig, ist aber natürlich auch angespannt, ob man nun doch raus muss“, erklärt Maas.

Nun fiebern nicht nur Gocher, sondern auch Kranenburger am Sonntag an den Bildschirmen mit. Was sie singen wird, wird noch geheim gehalten. Hier muss sich die Kandidatin ganz auf die Coaches und die Organisatoren der Sendung verlassen. „Ich versuche aber immer, etwas aus meiner Komfortzone herauszutreten“, verrät die 23-Jährige.

Das Konzept, mit einem Popstar zusammenzuarbeiten, findet Rahel Maas gut. In ihrem Fall ist dies Mark Forster. „Ich lerne ganz viel von ihm und es macht unglaublich viel Spaß“, sagt sie. Bei ihrem Auftritt mit Johannes Holfeld habe sie es geschafft, die Umwelt ganz auszublenden, sich ganz auf Musik und Gesang zu konzentrieren.

Vielleicht gelingt es ihr am Sonntagabend noch einmal, dieses Geheimnis eines erfolgreichen Bühnenauftritts. Das Finale würde jedenfalls in der Woche darauf steigen.