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Kreis Kleve: "Gigantisch viele Projekte am Niederrhein"

Kreis Kleve : "Gigantisch viele Projekte am Niederrhein"

Am ersten Tag der größten deutschen Gewerbeimmobilienmesse Expo Real in München standen die Landräte und Oberbürgermeister der vier Kreise und zwei Städte aus der Region auf der Bühne.

Den Startschuss der bundesweit größten Messe für Gewerbeimmobilien Expo Real in München gaben gestern auf der Bühne des Standorts Niederrhein die Landräte und Oberbürgermeister der angeschlossenen vier Kreise und zwei Städte mit einer von WDR-Journalistin Steffi Neu aus Keppeln gewohnt locker moderierten Talkrunde. Das Motto: "Standort Niederrhein — verlässlicher Investitionsstandort heute und in Zukunft". Die Kernaussage traf Heinz Schmidt, Präsident der IHK Mittlerer Niederrhein: "Es gibt derzeit gigantisch viele Projekte in unserer Region. Wir sind am Niederrhein hervorragend aufgestellt."

Gleich zweimal reden durfte Krefelds Oberbürgermeister Gregor Kathstede, der mit den Worten von Steffi Neu "zwei Mützen auf dem Kopf" trug. Als Aufsichtsratsvorsitzender der Standort Niederrhein GmbH betonte er, der Niederrhein gehöre zu den schönsten Regionen Europas mit einer ausgeprägten Produktivität bei einer Wirtschaftsleistung von 55 Milliarden Euro. Als ganz aktuelles Thema nannte er die Fortschreibung des Regionalplans, das zweite wichtige Stichwort sei das Thema Logistik. Als Oberbürgermeister der Seidenstadt freute er sich über Touristenströme und betonte, auch die Stadt investiere Millionen: "In Krefeld wird sich in den nächsten Jahren einiges tun."

Peter Ottmann, Landrat des Kreises Viersen, kündigte einen Masterplan an, mit dem Antworten auf die Frage, wohin sich der Kreis entwickle, gefunden werden sollen. Zum ersten Mal bekomme der wirtschaftlich starke Kreis Fördergelder des Landes NRW für die Fortentwicklung des alten Militärflughafens.

"Sie bauen wie der Deibbel", begrüßte Steffi Neu den Mönchengladbacher Oberbürgermeister Norbert Bude, dessen Bewertung lautete: "Die Stadt ist positiv in Bewegung". Im Gegensatz zum Nachbarn Viersen hat Gladbach den eigenen Masterplan "als Leitplanke für die nächsten 20, 30 Jahre" gerade verabschiedet.

Sein Lobgesang auf die "Rekordzahl von 1800 neuen Studenten" an der Fachhochschule Mönchengladbach war das willkommene Stichwort für Steffi Neu, um überzuleiten auf den Landrat des Kreises Kleve, Wolfgang Spreen. Der hatte im Vorjahr mit der gerade vollzogenen offiziellen Eröffnung des Campus der Hochschule Rhein-Waal in der Kreisstadt Kleve im Mittelpunkt des Interesses gestanden, gestern urteilte er: "Die Begeisterung ist seitdem im Kreis sogar noch gestiegen." Gut 1700 Erstsemester seien in den Standorten Kleve und Kamp-Lintfort eingeschrieben, insgesamt gebe es jetzt etwa 4000 Studierende. "Wir sind sehr zufrieden mit der Entwicklung und auch ein bisschen stolz", sagte Spreen und kündigte an, die federführende Kreis Klever Wirtschaftsförderungs-Gesellschaft mit Geschäftsführer Hans-Josef Kuypers sei "mit 23 Kernprojekten nach München gereist".

Als Beispiele nannte er den Neubau des Kreis-Berufskollegs in Geldern, das Emmericher Kasernengelände und ein 30 Hektar großes Areal in der Gemeinde Bedburg-Hau. Dr. Ansgar Müller, Landrat des Kreises Wesel, hatte auch einen Rekord mitgebracht: "Wir haben 15 Projekte im Gepäck, mehr als jemals zuvor." Der Schwerpunkt liege "in der Wiedernutzung von Industrieflächen wie den brachliegenden Zechenarealen", zudem seien das Freizeitgelände Kanu-Park, der Zusammenschluss der Häfen und der Bildungssektor mit dem Standort Kamp-Lintfort der Hochschule Rhein-Waal in den Vordergrund zu rücken.

Hans-Jürgen Petrauschke, Landrat des Rhein-Kreises Neuss, freute sich über den großen Preis des Mittelstandes als Kommune des Jahres 2013, und betonte: "Wir sind eine echte Logistik-Region als Hinterland großer europäischer Häfen."

Den Schlusspunkt setzte Steffi Neu: "Ja, sie hat es wieder getan!", sagte die Moderatorin, und stellte wie bei ihrer Premiere im vorigen Jahr zwei Flaschen "Prum-Rum und Schlehen-Likör" auf den Tisch zu einem kollektiven "Prosit Expo Real".

(RP)