Kleve: Gesamtschule: zu wenige haben abgestimmt

Kleve : Gesamtschule: zu wenige haben abgestimmt

Laut Annette Wier, Leiterin des Fachbereichs Schule, Kultur und Sport, hat die Stadtverwaltung Kleve alles mögliche für die Initiative Gesamtschule im Nordkreis Kleve getan.

"Es haben aber einfach nicht so viele abgestimmt", sagt Wier und reagiert damit auf die Stellungnahme von Martin Hiller, Sprecher der Initiative Gesamtschule.

Dieser hatte nach der Bekanntgabe der Stadt, dass die Gesamtschulinitiative gescheitert sei (wir berichteten), prompt reagiert. Demnach widerspreche die Bewertung der Verwaltung allen demokratischen Grundprinzipien.

Das sieht Annette Wier anders. "Der Bedarf ist nicht da, die Mindestanzahl wurde nicht erreicht", so die Fachbereichsleiterin. "Und dabei handelt es sich um den ersten Baustein für eine Gesamtschule in Kleve, der direkt gescheitert ist. Da muss auch nichts hochgerechnet werden. Das macht man bei anderen Wahlen auch nicht."

Auf den Hinweis von Christian Nitsch, die Schüler aus Kranenburg und Bedburg-Hau zu berücksichtigen, entgegnete Wier: "Der Bedarf richtet sich nach dem Zuständigkeitsgebiet. Und auch wenn ich Bedburg-Hau und Kranenbrug mit eingerechnet hätte, hätte die Bezirksregierung die Zahlen wieder herausgerechnet." Im Übrigen wären alle in Frage kommenden 2687 Kinder berücksichtigt worden. Die Zahl stammt aus dem Einwohnermeldeamt.

(RP)