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Kleve: Generationenbeirat: Erstmal kein Jugendparlament für Kleve

Kleve : Generationenbeirat: Erstmal kein Jugendparlament für Kleve

Die Stadt Kleve soll kein Jugendparlament bekommen. Das empfahl mit großer Mehrheit gegen die Stimme von Carina Giesen (Offene Klever) der Generationenbeirat der Stadt Kleve nach langer, ausführlicher wie sachlicher Diskussion.

Giesen und die Offenen Klever plädieren seit geraumer Zeit für die Einrichtung eines Jugendparlamentes, damit die Belange der Menschen zwischen 14 und 21 Jahren besser in der Politik vertreten wären, damit sie ihre Anliegen besser in die Stadtpolitik einbringen können. Das sei grundsätzlich richtig, sagte Hedwig Meyer-Wilmes, Fraktionschefin der Klever Grünen. Aber man müsse sich Fragen, ob in Zeiten von Inklusion ein solches Gremium nicht veraltet sei. "Lassen Sie uns versuchen, doch hier im Generationen-Ausschuss zusammen darüber zu diskutieren, ein Jahr zu sehen wie hier die Belange der Jugendlichen diskutiert und empfohlen werden. Zumal ja der Beirat mit vielen jungen Politikern besetzt ist", sagt die Grünen-Chefin. Ähnlich hatte zuvor Jürgen Dußling argumentiert: Er arbeitet seit Jahren intensiv mit Jugendlichen, sei 40 Jahre in der Jugendarbeit aktiv. "Es ist falsch anzunehmen, dass Erwachsene automatisch keinen Draht zu Jugendlichen haben. Wir setzen uns für die Belange ein, die an uns herangetragen werden", sagt Dußling. Man solle deshalb in diesem mit Vertretern aller Generationen besetzten Beirat diskutieren", sagt der CDU-Politiker. Reinhold Tobisch von den Klever Liberalen fand die für ein Jugendparlament jährliche angesetzten 10 000 Euro zu hoch: "Man weiß ja nicht einmal, wohin es gehen soll, ob das letztlich nicht nur eine Spielwiese ist", so sagte das FDP-Farktionsmitglied.

Schützenhilfe bekam Reinhold Tobisch von Kämmerer Haas: "Die angesetzten 10 000 Euro sind überzogen". Aber: Es wäre gut, sich pragmatisch an die Thematik heranzutasten und ein Instrument zu finden, Jugendliche in die Politik zu bekommen, sie an den Entscheidungswegen zu beteiligen. "Wir müssen den richtigen Weg für Kleve finden", sagt Haas. Das soll jetzt der Generationenbeirat versuchen - in einem Jahr wird neu diskutiert.

(RP)