Kleve: Gelbe Punkte weisen i-Dötzchen den Weg

Kleve: Gelbe Punkte weisen i-Dötzchen den Weg

Damit Erstklässler für den Weg zur Schule gewappnet sind, verteilen Verkehrswacht, Polizei und Stadt Schulwegpläne. Die Karten sind dank des Einsatzes einer neuen Software aus Niedersachsen in diesem Jahr verständlicher gestaltet.

395 neu eingeschulte Erstklässler lernen in Kleve ab dem kommenden Donnerstag den "Ernst des Lebens" kennen – das werden sie jedenfalls in diesen Tagen oft von Erwachsenen zu hören bekommen. Eine ernste Sache ist jedenfalls, den damit verbundenen Schulweg im Straßenverkehr bewältigen zu müssen. Um die "i-Dötzchen" und ihre Eltern beim Einüben eines sicheren Schulwegs zu unterstützen, haben Verkehrswacht, Polizei und Schulen jetzt die neuen Schulwegpläne vorgestellt.

"Bei Begehungsterminen gemeinsam mit Polizei und Lehrern haben sich in diesem Jahr einige Änderungen an den bisher empfohlenen Schulwegen ergeben", erklärt Norbert van de Sand von der Verkehrswacht Kleve. So konnten etwa aufgrund der neu eingebauten Verengungen am Kattenwald in Reichswalde mehr gelbe Punkte eingerichtet werden, die eine sichere Straßen-Überquerungsmöglichkeit markieren. Ein anderes Beispiel, sagt Polizeihauptkommissar Karl-Heinz Piron, sei der Schulweg in Rindern, der umgeplant worden sei.

Mit einer neuen Software der Landesverkehrswacht Niedersachsen wurden in diesem Jahr erstmals farbige Karten der Umgebung jeder einzelnen Schule produziert, die an die Eltern der Grundschüler verteilt werden. Sie sollen ihnen helfen, den empfohlenen Schulweg mit ihren Kindern einzuüben. Auch unter www.schulwegplaner.de sind die Karten nun abrufbar.

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Auch die schon bekannten gelben Punkte auf dem Bürgersteigen am Straßenrand gehören zum Programm. Aber: "Die Punkte sollten nicht mit Zebrastreifen verwechselt werden", sagt Norbert van de Sand, und erklärt: "Autos haben hier Vorfahrt. Die Punkte weisen aber darauf hin, wo die Querung übersichtlich, und der Verkehr nicht zu dicht ist."

Obwohl Eltern mit ihren Kindern den Weg zunächst gemeinsam üben sollten, rät Hermann-Josef Leimbach, Leiter der St. Michael Schule, von einer Überbehütung der Kinder ab. "In Stadtteilen wie Reichswalde sind die Schulwege auch für Grundschulkinder gut zu Fuß zu bewältigen", so Leimbach, und weiter: "Dass Eltern ihre Kinder mit dem Auto bringen, und sie dann mit der Tasche bis in den Klassenraum begleiten, ist nicht nötig." Davon, dass Kinder schon in den ersten Schuljahren alleine mit dem Fahrrad zur Schule fahren, raten aber Schulen, Verkehrswacht und Polizei ab. "Um sich mit dem Fahrrad im Straßenverkehr sicher zu bewegen, muss man einen genaueren Überblick über den Verkehr haben", erklärt Josef van de Sand von der Verkehrswacht, und fügt hinzu: "Der fehlt bei so jungen Schülern meist noch."

(RP)