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Niederrhein: Gedenken an die Priesterweihe von Karl Leisner vor 72 Jahren

Niederrhein : Gedenken an die Priesterweihe von Karl Leisner vor 72 Jahren

"Den Armen wird das Evangelium verkündet: Freut euch, die ihr nichts habt, die ihr leer geworden seid, weil ihr durch eure Armut wieder Mensch sein könnt, ohne Angst um euer Dasein", sagte der Präsident des Internationalen Karl-Leisner-Kreises (IKLK), Propst Johannes Mecking aus Kleve, beim Gedenkgottesdienst zur Priesterweihe des Seligen Karl Leisner vor 72 Jahren. Mit dem Kreisdechanten standen Propst Klaus Wittke von der Propsteigemeinde St. Viktor Xanten, Pater Ägidius OCist aus Österreich und Diakon Stephan Rintelen am Altar des Xantener Domes. Auch die Schützen vom Niederrhein waren gekommen.

Die Freude des 3. Advents brachten Matthias Zangerle (Orgel) und Flavius Petrescu (Trompete) musikalisch zum Ausdruck. Propst Mecking nannte die Priesterweihe Leisners am Sonntag Gaudete 1944 im KZ Dachau "einen lichtvollen Augenblick an einem Ort der Dunkelheit." In seiner Predigt sagte er: "In der Hölle des KZ, wo der Mensch nichts mehr gilt, wo er nichts mehr hat, da wird die Sorge Gottes spürbar, dass das Wunder der Priesterweihe wirklich wird." Der IKLK-Präsident wünschte: "Dass wir uns betend und mit Bildern und Liedern mit aller Leidenschaft hinein geben in das Geheimnis, das an Weihnachten aufleuchtet." Zum Abschluss begaben sich die Geistlichen, Ministranten und Gläubigen in die Krypta zum Grab des Märtyrers.

Bei der Jahreshauptversammlung des IKLK im Michaelsheim, wo die Teilnehmer von Frank Maruhn und seiner Frau seitens der Schützenbruderschaft mit einem Imbiss und Getränken verwöhnt wurden, begrüßte der neue Präsident Propst Mecking erstmals die Mitglieder und Gäste. Sowohl der Sekretär Diakon Stephan Rintelen als auch die Vizepräsidentin Monika Kaiser-Haas konnten auf zahlreiche Aktivitäten zurückblicken, aber auch auf Events hinweisen. So ist der IKLK in die Vorbereitungen zum Katholikentag 2018 in Münster einbezogen. Eingeladen wurde zu geistlichen Tagen vom 15. bis 19. Mai 2017 im Stift Heiligenkreuz in Österreich. Pater Ägidius OCist stellte die enge Beziehung des Klosters und seiner Mönche mit Karl-Leisner und dem IKLK heraus. Nach dem Kassenbericht und dem Bericht der Kassenprüfer wurde das Präsidium einstimmig entlastet und Frank Maruhn zum Schatzmeister des IKLK gewählt. Neuer Kassenprüfer wurde Dr. Horst Schweimeir, Krefeld. Der IKLK hat 343 Mitglieder. Das Sekretariat erreichen viele Anfragen nach Reliquien des Seligen. Man kann diesen Wünschen nicht nachkommen, da es keine Reliquien gibt. Die Stiftung des IKLK beläuft sich auf 62.040 Euro.

(RP)