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Kleve: Gedenk-Akt für Gewaltopfer

Kleve : Gedenk-Akt für Gewaltopfer

In Berlin findet heute die zentrale Gedenkveranstaltung für die Opfer rechtsextremistischer Gewalt statt. Deutschlandweit wird es dazu um 12 Uhr eine Schweigeminute geben.

Das Schulministerium hat auch die Schulen in Nordrhein-Westfalen dazu aufgerufen, sich zu beteiligen. Claus Hösen, Schulleiter des Freiherr-vom-Stein Gymnasiums, erläutert im Gespräch mit RP-Mitarbeiter Ludwig Krause, wie an seinem Gymnasium der Opfer gedacht wird.

Gedenken Sie heute im Schulunterricht der Opfer rechtsextremistischer Gewalt?

Claus Hösen Ja. Bei uns am Freiherr-vom-Stein Gymnasium wird es morgen um 12 Uhr eine Gedenkveranstaltung geben.

Wie gedenken Sie der Opfer?

Hösen Ich werde zentral etwas sagen, das über die Lautsprecher in die Klassenräume übertragen wird. Dabei soll es aber nicht darum gehen, einen Vortrag zu halten, sondern wirklich der Opfer zu Gedenken. Das ist auch immer mit einem gewissen Akt verbunden: Im Anschluss wird es eine Schweigeminute geben, zu der die Schüler vielleicht auch aufstehen.

Werden die Geschehnisse auch im Unterricht thematisiert?

Hösen Das Thema wird in den dafür geeigneten Fächern angesprochen. Dazu gehören natürlich in erster Linie Fächer wie Geschichte, Religion und Ethik, aber auch der Deutsch-Unterricht. Dort kann man sich sinnvoll dem Thema nähern.

Haben Sie das schon im Kollegium angesprochen?

Hösen Die Empfehlung der Ministerin kam relativ kurzfristig, so dass wir noch nicht dazu gekommen sind. Es wird aber noch rechtzeitig im Kollegium kommuniziert.

Ist der Gedenkakt ein Novum für Sie?

Hösen Nein, dies ist aus gegebenem Anlass schon das ein oder andere Mal vorgekommen.

(lukra)