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Kranenburg: Ganz nah dran am Bürger

Kranenburg : Ganz nah dran am Bürger

Seit 2004 bietet Kranenburgs Bürgermeister Günter Steins ein Mal im Monat eine Sprechstunde an – und lebt damit die Bürgernähe, die er schon im Wahlkampf propagierte. Dauerbrenner-Thema: Raserei in der Schulstraße.

Wo „Bürgernähe“ draufsteht, da muss auch „Bürgernähe“ drin stecken, sagt Kranenburgs Bürgermeister Günter Steins. Im Wahlkampf habe er dies stets propagiert – und als Erster Bürger seiner Gemeinde stehe er zu seinen Worten: „Daher bieten wir bereits seit Oktober 2004 ein Mal im Monat eine Bürgermeister-Sprechstunde an.“ Ob Tadel oder Lob, Kritik oder konstruktive Anregungen – jeder, vom Grundschüler bis zum Senior, sei herzlich eingeladen, sein persönliches Anliegen vorzutragen. „Natürlich steht auf dem Tisch auch eine Tasse frischer Kaffee“, fügt Steins an, es solle halt eine richtig gemütliche Atmosphäre herrschen.

Gut etabliert

Anfangs sei die Sprechstunde eher schlecht denn recht besucht gewesen, inzwischen habe sich der Service gut etabliert: „Es ist nie der Fall, dass niemand kommt – im Schnitt finden sich pro Mal vier, fünf Leute bei mir ein“, sagt Steins. Dauerbrenner bei den angesprochenen Themen sei die Raserei – ganz besonders „Schulstraße“ in Nütterden falle immer wieder. „Leider“, sagt Steins, „können wir den Bürgern da keine Patentlösung anbieten.“ Klar, die Gemeinde könne eine Geschwindigkeitsüberschreitung durch Messungen feststellen – und das tue sie auch immer wieder – aber das Sanktionieren liege freilich nicht in ihrem Kompetenz-Bereich. „Die Bürger schlagen vor, die Straße abzupollern, dann muss ich sie aber darauf hinweisen, dass es gerade beim Beispiel Schulstraße dann keine Wendemöglichkeit mehr gibt.“ Weiterer Vorschlag: hohe, unwegsame Schwellen – doch was, wenn der Notarzt bei einem Einsatz dort durch müsse . . .? „Da sind uns strikte Grenzen gesetzt“, so Steins. Daher des Bürgermeisters Appell: „Nicht nur in Wohngebieten – aber gerade dort – sollte stets mit angemessener Geschwindigkeit gefahren werden, vor allem, wenn sich dort Schulen oder Kindergärten befinden, wie etwa in der Schulstraße.“

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Steins kündigt an, in Bälde dort ein Messgerät aufzustellen. Würden erhebliche Abweichungen festgestellt, bitte man die Polizei, mit der Laserpistole Kontrollen vorzunehmen. Zu weiteren Anliegen der Bürger gehörten Fragen zur Bebauung („Was genau ist eine Baulücke?“, „Unter welchen Voraussetzungen kann ich mein Grundstück bebauen?“) sowie zum Straßenzustand in der Gemeinde. Letztens sei gar eine ganze Grundschulklasse bei ihm gewesen: „Die Kinder hatten im Unterricht den Ententeich in Kranenburg besucht und dort ganz viel Müll entdeckt – dies wollten sie nicht für sich behalten“, so Steins. Durchaus bekomme er auch viel Lob zu hören: „Besonders unser Bürgerbüro wird oft positiv hervor gehoben, die Leute betonen, wie komplikationslos der Service, wie gering die Wartezeiten sind.“

(RP)