Kalkar-Grieth.: Ganz Grieth feiert Jan & Marie: "Dat was de letzte Bütt!"

Kalkar-Grieth. : Ganz Grieth feiert Jan & Marie: "Dat was de letzte Bütt!"

Ein fünfstündiges Sitzungsprogramm zu gestalten, allein mit Akteuren aus den eigenen Reihen - darauf ist die Griether Karnevalsgesellschaft (GKG) stolz. Umso überraschender für die Gäste in der gut besetzten Bürgerhalle war die Abschiedsvorstellung in der Bütt von Marie & Jan, alias Elisabeth Wienemann und Norbert Lenders, die 29 Jahre lang jedes Jahr mit ihrem Zwiegespräch als Landehepaar für Stimmung sorgten. "Dar was de letzte Bütt", sagte Elisabeth Wienemann mit fester, aber bewegter Stimme. Die beiden Urgesteine des Griether Karnevals sind Gründungsmitglieder der GKG, also schon 47 Jahre dabei.

Ein fünfstündiges Sitzungsprogramm zu gestalten, allein mit Akteuren aus den eigenen Reihen - darauf ist die Griether Karnevalsgesellschaft (GKG) stolz. Umso überraschender für die Gäste in der gut besetzten Bürgerhalle war die Abschiedsvorstellung in der Bütt von Marie & Jan, alias Elisabeth Wienemann und Norbert Lenders, die 29 Jahre lang jedes Jahr mit ihrem Zwiegespräch als Landehepaar für Stimmung sorgten. "Dar was de letzte Bütt", sagte Elisabeth Wienemann mit fester, aber bewegter Stimme. Die beiden Urgesteine des Griether Karnevals sind Gründungsmitglieder der GKG, also schon 47 Jahre dabei.

Kostümiert und prächtig gelaunt: Das Publikum in Grieth. Foto: Markus van Offern

Enttäuschung über den Schlusspunkt der beiden war deutlich zu spüren, stehende Ovationen ehrten die Karnevalisten. Bevor es aber zu diesem emotionalen Moment kam, hatte die GKG unter dem Motto "In Grieth spöllt die Musik" eine bunte Mischung aus Wortbeiträgen, Musik und Tanz auf die Bühne gebracht. Die "Rheingirls" hatten sich in kleine Hexen verwandelt und stürmten "hex, hex" die Bühne und verzauberten die Herzen der Gäste. Emily Brumann gab als Prinzessin Emily I. ihr Debüt in der Bütt und das als Eisbrecherin. Völlig selbstbewusst erklärte sie, sie wolle so gerne Prinzessin sein "von Nordrhein-Westfalen und Grieth am Rhein". Die "Rhinförnjes" sind die "großen" Griether Gardetänzerinnen. Sie ließen die Bretter beben mit einer gekonnten Darbietung, später mit ihrem großen Showtanz. Louisa Lamers und Klaus Reumer hatten als "Louisa & Klaus" wie immer Interessantes zu berichten. Zum Beispiel, wie Louisa durch ihr Studium und mit den oberschlauen Professoren zurechtkommt. Der Griether Tambourcorps "Völl Gedrüss" unterhielt mit flotten Titeln aus seinem Repertoire. Die Tulpenprinzessin von Bedburg Hau Lara I. mit dem Gefolge hielt grandiosen Einzug und genoss die Stimmung. Ein Mutter-Tochter Gespräch r mitten aus dem Leben führten Elke und Mara Müskens. Mutter "postet" jetzt auf Instagramm, hat "Follower" und beklagt sich über zu wenig Speicherplatz. Tochter Mara kümmert sich lieber um den Bachelor "mit den Rosen" als um den gleichnamigen Studienabschluss. Angestammte Plätze haben auch immer der "Rhinkieker" Theo Reumer mit seinem gereimten Polit-Kommentar auf Platt und Robert Kaldenhoven, der als blinder Pilot "honoris causa Kamikaze" auftrat. Zu den vielen Highlights gehörten der Showtanz der "Sisters" als Holländerinnen, der Auftritt der Rhinförnjes im Safari-Look und eine rockige Vorstellung des Männerballetts. Die Bänkelsänger Heiner Dünkelmann und Mike Hell sangen als Zugabe ihren Evergreen "Sie kam aus Wissel und ich vom Rhein". Grieth Helau!

(RP)