Einsatz für UN-Kinderrechtskonvention Frischmilch für bedürftige Kinder und Jugendliche

Kleve · Der Kinderschutzbund und die Tafel in Kleve geben 200 Liter Frischmilch pro Woche an bedürftige Kinder aus. Was sie damit bezwecken, wer sie unterstützt und wie es dazu kam.

 Am Montag ist die frische Milch zum ersten Mal geliefert worden. Klever Tafel und Kinderschutzbund nahmen sie in Empfang.

Am Montag ist die frische Milch zum ersten Mal geliefert worden. Klever Tafel und Kinderschutzbund nahmen sie in Empfang.

Foto: Kinderschutzbund

Artikel 24 der UN-Kinderrechtskonvention fordert für jedes Kind das Recht auf bestmögliche Gesundheit. Dazu gehört auch eine gesunde Ernährung. Der Klever Kinderschutzbund und die Klever Tafel setzen sich gemeinsam dafür ein: Seit Ende Juli stellen sie wöchentlich 200 Liter Frischmilch für bedürftige Kinder und Jugendliche zur Verfügung. Das Team der Tafel gibt diese zwei- bis dreimal wöchentlich an ihre Kunden aus.

Andrea Münnekhoff, Barbara Kipfelsberger und Bernhard Heisterkamp vom Kinderschutzbund sowie Michael Rübo und Rainer Huybers von der Klever Tafel haben die Kooperation gemeinsam auf den Weg gebracht. „Die Kooperation soll sicherstellen, dass bedürftige Kinder aus Familien, die regelmäßig auf die Unterstützung der Tafel angewiesen sind, ihren Calciumbedarf unter anderem mit Frischmilch decken können“, sagt Bernhard Heisterkamp, 2. Vorsitzender des Kinderschutzbundes in Kleve.

Die Kosten für die Frischmilch übernimmt zunächst für ein Jahr der Klever Kinderschutzbund. Die Milch liefert der Speetenhof in Kranenburg. „Frau van de Sand vom Speetenhof hat uns ein sehr faires und engagiertes Angebot gemacht, das wir gerne angenommen haben“, sagt Bernhard Heisterkamp.

Am Montag haben die Beteiligten die Frischmilch erstmals ausgegeben. Weitere gemeinsame Projekte, die die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen voranbringen sollen, sind bereits angedacht. „Die unmittelbare Kooperation mit der Tafel soll flexibel angepasst werden, wenn zum Beispiel der Vitaminbedarf von Kindern durch das Angebot der Tafel nicht gedeckt werden kann, soll dies durch Zukauf ermöglicht werden“, sagt Bernhard Heisterkamp. Die Kooperation mit der Joseph Beuys-Gesamtschule, die das Angebot eines „gesunden Frühstücks“ für die Schüler beinhaltet, soll erweitert fortgesetzt werden. „Auch das Projekt ‚Starterpaket für Erstklässler‘ wird fortgeführt und mit weiteren Akteuren abgestimmt, damit möglichst viele Kinder, die zum Beispiel auch im Rahmen eines Schulwechsels kostenintensive Bedarfe haben, unterstützt werden können“, sagt Heisterkamp.

Schwerpunktprojekt des Kinderschutzbundes Kleve ist in nächster Zeit die Initiierung eines „KinderRechtePlatzes“ – wie es ihn bereits in anderen Städten gibt – im Stadtgebiet. Damit soll der Bedeutung der Kinderrechte Nachdruck verliehen werden.

„Alle unsere Initiativen sind langfristig sicherlich nur dann nachhaltig, wenn weitere Sponsoren gefunden werden, die diese Projekte unterstützen. Wir laden herzlich dazu ein, diese sehr effektiven Initiativen zu unterstützen“, sagt Bernhard Heisterkamp.

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