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Freiwillige Feuerwehr Bedburg-Hau zählt 2019 weniger Einsätze als 2018

Statistik für 2019 : Feuerwehr zählt weniger Einsätze

In Bedburg-Hau ging die Zahl der Alarmierungen in 2019 um 29 Prozent zurück. Doch dafür stiegen Zeit- und Kraftaufwand für die freiwilligen Feuerwehrleute. Insgesamt 177 Männer und Frauen sind aktuell ehrenamtlich aktiv.

Im Durchschnitt alle zweieinhalb Tage musste die Freiwillige Feuerwehr Bedburg-Hau im vergangenen Jahr zu einem Einsatz ausrücken. Insgesamt 147 mal wurden die Einsatzkräfte alarmiert. Der Rekordtag war der 4. Juni mit allein 23 Einsätzen aufgrund eines Unwetters. Diese Zahlen veröffentlichte die Feuerwehr nun am Montagabend bei der Vorstellung ihres Jahresberichts im Rathaus. Dabei betonte Stefan Veldmeijer, Leiter der Feuerwehr, die Bedeutung der Wehr für die Gemeinde. Zur Zeit zählt die Feuerwehr in Bedburg-Hau 177 ehrenamtliche Feuerwehrfrauen und -männer. 22 Jugendliche engagieren sich zudem in der Jugendfeuerwehr.

Insgesamt verzeichnete man im vergangenen Jahr zwar einen deutlichen Rückgang der Einsatzzahlen – waren es 2018 noch 191 Einsätze, so bedeutet dies für das vergangene Jahr einen Rückgang um 29 Prozent. Im Gegenzug stieg jedoch der Zeit- sowie Kraftaufwand für die einzelnen Alarmierungen. So wurden die Wehrkräfte 55 mal für eine technische Hilfeleistung gerufen, 75 Brände mussten gelöscht und drei Tiere gerettet werden. Sechs Einsätze fielen unter das Stichwort Verkehrsunfall und Rettung. Auch rückt die Feuerwehr bei Einsätzen zur Unterstützung des Rettungsdienstes aus. Hier erfolgen Alarmierungen unter anderem zur Türöffnung, Tragehilfe und des Patiententransports mit der Drehleiter (sieben Mal). Einmal wurde die Feuerwehr von der Polizei zur Amtshilfe angefordert. Eine weitere Auffälligkeit: Trotz der Trockenperiode im Sommer brannte es im vergangenen Jahr deutlich weniger auf landwirtschaftlichen Freiflächen – was deutlich zur Entspannung der Wehrleute beitrug.

„Unsere Feuerwehr zeigte nicht nur im vergangenen Jahr, sondern beweist gerade jetzt in Zeiten der Corona-Krise, dass sie ein hochverfügbarer und kompetenter Dienstleister in den Bereichen Brandschutz, Rettung und Bevölkerungsschutz ist. Daher müssen auch in Zukunft Rahmenbedingungen geschaffen werden, die wir benötigen, um auch im Hinblick auf die Entwicklungen der nächsten Jahre stets die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger gewährleisten zu können“, appellierte Veldmeijer abschließend an Politik und Verwaltung.