1. NRW
  2. Städte
  3. Kleve

Fragen und Antworten zum Omikron-Verdachtsfall im Kreis Kleve

Corona-Variante : Fragen und Antworten zum Omikron-Verdachtsfall im Kreis Kleve

Im Kreis Kleve gibt es einen ersten Verdachtsfall der Omikron-Variante des Coronavirus. Woher der Infizierte stammt, ob es Kontaktpersonen gibt und wie es mit der Verbreitung der Variante in Deutschland und NRW aussieht.

Eine neue Variante des Coronavirus macht derzeit von sich reden. Es handelt sich um B.1.1.529 – die Omikron-Variante, die zunächst im südlichen Afrika aufgetaucht ist. Nun gibt es den ersten Verdachtsfall im Kreis Kleve. Wir beantworten Fragen zum Thema.

Was wissen wir zum aktuellen Fall? Bei einem Indexfall in Rees besteht der Verdacht auf eine Corona-Infektion mit der Omikron-Variante. Die vollständig immunisierte Person reiste gemeinsam mit ihrem Partner am 23. November von Johannesburg (Südafrika) nach Frankfurt am Main, wo die beiden am 24. November eintrafen. Nachdem die Person einen Tag später, am 25. November, Symptome einer Erkrankung hatte, ließ sie sich auf das Corona-Virus testen. Ein PCR-Test war positiv. Die betroffene Person hat offenbar keinen schweren oder schwersten Krankheitsverlauf: Bei ihr ist eine Behandlung in einem Krankenhaus nicht nötig, wie es am Montag hieß.

Wie hat der Kreis Kleve reagiert? Der Kreis Kleve hat das Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen darüber informiert, dass ein begründeter Verdacht auf die neue Omikron-Variante des Corona-Virus besteht. Es gebe Hinweise, die darauf hindeuten, wie es heißt. Eine Sequenzierung, die dies abschließend feststellt, läuft aber noch. Das Laborergebnis wird in einigen Tagen erwartet.

  • Ein Mitarbeiter des Gesundheitswesens führt bei
    Warnung vor globaler Ausbreitung : WHO stuft Risiko durch Omikron-Variante als „sehr hoch“ ein
  • Bei dem Verdachtsfall handelt es sich
    Reiserückkehrer aus Südafrika : Kreis Kleve meldet ersten Omikron-Verdachtsfall
  • Corona im Rhein-Kreis Neuss : Omikron-Variante bei Tests im Blick

Wie geht es dem Reisebegleiter? Der Partner, der den Indexfall bei der Südafrika-Reise begleitete, ist ebenfalls vollständig immunisiert und war im ersten Schnelltest negativ. Ein PCR-Test findet Montag statt. Die Person befindet sich ebenfalls in Quarantäne.

Gibt es weitere Kontaktpersonen? Bislang konnte eine weitere Kontaktperson ermittelt werden. Die Nachverfolgung dauert an. Aufgrund des Omikron-Verdachts, der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als „besorgniserregend“ eingestuft wird, werden alle Kontaktpersonen – auch alle vollständig immunisierten - unter Quarantäne gestellt.

Was wissen wir zur Omikron-Variante? Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt das globale Risiko der neuen Corona-Variante vorsorglich als „sehr hoch“ ein. In einem Dokument, das am Montag veröffentlicht wurde, betont die UN-Behörde jedoch auch, dass die Wissenschaft noch sehr wenig darüber wisse, wie sich Omikron auf den Verlauf der Pandemie auswirken wird. Die Risiko-Bewertung sei deshalb mit einem sehr hohen Unsicherheitsfaktor behaftet und könne sich noch ändern.  Es sei noch unklar, wie übertragbar Omikron sei und ob Impfstoffe, Medikamente und Virustests dagegen weniger wirksam seien. Die Einschätzung beruht unter anderem darauf, dass das im südlichen Afrika entdeckte Omikron eine Reihe von Mutationen aufweist, die in bereits bekannten Varianten zu einem höheren Risiko von wiederholten Infektionen bei Genesenen geführt haben.

Wie verbreitet ist Omikron in Deutschland und NRW? Die neue Variante des Coronavirus wurde am vergangenen Donnerstag, 25. November, erstmals aus Südafrika gemeldet. In Deutschland wurden die ersten bestätigten Fälle dann am vergangenen Wochenende bekannt. Die Reisenden sind, genau wie der Verdachtsfall im Kreis Kleve, am 24. November mit einem Flug aus Südafrika eingetroffen, allerdings in München. Sie befinden sich ebenfalls seit dem 25. November nach einem positiven PCR-Test in häuslicher Isolation. Während die Fälle aus Bayern bereits vom Max-von-Pettenkofer-Institut bestätigt sind, steht die Sequenzierung im Kreis Kleve aber noch  aus. In Düsseldorf und Essen gibt es ebenfalls noch Verdachtsfälle.

Wie reagieren andere Länder? International sind die Reaktionen auf die neue Virusvariante teils scharf: Japan erlässt wegen Omikron ein am Dienstag in Kraft tretendes Einreiseverbot für Ausländer. Aus Sorge vor einer Ausbreitung verbot auch Israel ausländischen Staatsbürgern die Einreise. Marokko setzte den ganzen Luftverkehr aus dem Ausland aus. Er werde ab Montag für zwei Wochen gestoppt. Die Weltgesundheitsorganisation appellierte an die internationale Gemeinschaft, auf Omikron nicht mit Einreiseverboten für Menschen aus dem südlichen Afrika zu reagieren.

Unseren Corona-Liveblog mit allen aktuellen Entwicklungen lesen Sie hier.