Kleve: Forstdirektor Ganser in Ruhestand verabschiedet

Kleve : Forstdirektor Ganser in Ruhestand verabschiedet

Er lebt am Wald, arbeitete fast die Hälfte seines Lebens in ihm und wurde jetzt in den Ruhestand verabschiedet. Hanns-Karl Ganser (65) war mehr als drei Jahrzehnte zunächst Leiter des ehemaligen Forstamts Kleve, bevor er nach der Zusammenlegung der Forstämter Kleve, Wesel, Mettmann und Mönchengladbach zum Regionalforstamt Niederrhein wechselte. Der Wald prägte sein Leben.

Förster Ganser studierte ab 1972 Forstwissenschaften an der Georg-August-Universität in Göttingen. Nach ersten Stationen im Rheinland, ist er seit 31 Jahren für den Wald des Landes Nordrhein-Westfalens im Kreis Kleve verantwortlich. Von 1987 bis 2007 gestaltete er hier den staatlichen Forst, zum dem auch der Reichswald zählt. Als Fachgebietsleiter "Landeseigener Forstbetrieb" hatte er zuletzt die Verantwortung für 16.000 Hektar nordrhein-westfälischen Grundbesitz am Niederrhein von Emmerich bis Schwalmtal.

Wesels Forstamtsleiter Otto Pöll, Forstamtsleiter verabschiedete den Waldexperten in den Ruhestand. "Der Staatswald war bei Hanns-Karl Ganser immer in kompetenten Händen, und er hinterlässt seinem Nachfolger ein gut funktionierendes Team", sagte Otto Pöll zum Abschied.

Acht Revierförster, 24 Forstwirte und Forstwirtschaftsmeister sowie aktuell elf Auszubildenden unterstützten Ganser bei der Bewirtschaftung und Pflege von etwa 14.000 Hektar landeseigenen Forst. "Wer vor Ort etwas für den Wald erreichen will, muss sich mit der Natur verbunden fühlen", betonte Ganser. Seine Kompetenz und sein kooperatives Handeln halfen ihm nicht nur bei der Entwicklung des Waldes, denn zum landeseigenen Grundbesitz gehören auch etwa 2000 Hektar unbewaldete Flächen wie etwa die Rheinvorlandflächen Salmorth oder Grietherort. Sowohl im Wald wie auch auf Grünlandflächen hat der Forstmann in seinem Berufsleben zahlreiche von der Europäischen Kommission geförderte Life+-Projekte begleitet und dadurch dabei geholfen, dass die Vielfalt der Natur erhalten bleibt.

Der Blick über den Tellerrand war dem gebürtigen Aachener ebenfalls wichtig. Mit den Nachbarn aus den Niederlanden hat er mehrere Intereg-Projekte initiiert und zum Erfolg geführt. "Nach 31 Jahren am Niederrhein freue ich mich, dass junge gut ausgebildete Förster die Arbeit fortführen werden und ich selbst den Wald genießen kann", sagt der Fortsdirektor.

(RP)