Konzert Improvisationskonzert mit Organist aus Groningen

Kleve · Der Förderkreis Musica Sacra engagiert sich für das Orgelspiel in den Klever Kirchen. Diesmal spielt Prof. Sietze de Vries aus Groningen in Düffelward.

 Die Orgel der Kirche von Düffelward. Ein Könner seines Fachs wird sie in der kommenden Woche spielen. evers

Die Orgel der Kirche von Düffelward. Ein Könner seines Fachs wird sie in der kommenden Woche spielen. evers

Foto: Evers, Gottfried (eve)

(RP) Förderkreis „Musica Sacra“ in der Düffelt lädt zum Orgelkonzert am Dreifaltigkeits-Sonntag, 12. Juni, 18 Uhr, in St. Mauritius Düffelward ein. An der Oorgel sitzt Prof. Sietze de Vries aus Groningen (NL). Auf dem Programm steht ein Improvisationskonzert mit der Ouvertüre, Choral und Fuge über „Gott ist dreifaltig einer“, der Partita  über „Allein Gott in der Höh sei Ehr“, Variationen über „Geh aus, mein Herz, und suche Freud in dieser lieben Sommerzeit“ und der Fantasia und Fuge über „Wer nur den lieben Gott lässt walten“.

Der 1973 geborene Sietze de Vries erhielt von 1988 bis zum Bachelor 1994  Orgelunterricht auf dem Groninger Conservatorium bei Johan Beeftink, Jan Jongepier und Wim van Beek. Der Unterricht erfolgte an der berühmten Orgel der Martinikerk Groningen, die 1692 durch Arp Schnitger ihre maßgebliche Gestalt erhielt. Am Koninklijk Conservatorium Den Haag folgten zwei Jahre in der Orgelklasse von Jos van der Kooy, die 1996 mit dem Master abschloss. Dort vertiefte sich de Vries von 1996 bis 1998 im Fach Improvisation bei van der Kooy. Seit 1994 ist de Vries auch weltweit als Konzertorganist tätig.

Auch seine vielfältigen CD-Einspielungen beinhalten oftmals Improvisationen, vorzugsweise im Stil des 17. und 18. Jahrhunderts. Er schreibt regelmäßig Fachartikel im Bereich Orgelbau, Kirchenmusik und Improvisation und ist Redakteur für den Bereich Orgelbau in der niederländischen Fachzeitschrift Het Orgel.

Die Rütter-Orgel in St. Mauritius Düffelward wurde 1856 durch den in Kevelaer ansässigen Orgelbauer Wilhelm Rütter erbaut, dessen Wirken sich über den ganzen Niederrhein und Teile der Niederlande erstreckte. Im Jahre 1993 wurde die Orgel in Düffelward vom Orgelbaumeister Friedrich Fleiter aus Münster in Zusammenarbeit mit dem Orgelsachverständigen des Bistums Münster, Ekkehard Stier, und dem Orgelsachverständigen des Rheinischen Amtes für Denkmalpflege, Franz-Josef Voigt, restauriert.

Der Eintritt zu dem Konzert in der Reihe musica sacra ist frei. Am Ausgang gibt es eine Kollekte. Auch liegt da die CD „Klang-Impressionen“ für den Preis von 9,90 Euro bereit, die die historischen Orgeln der Düffelt in Düffelward, Bimmen und dem niederländischen Kekerdom musikalisch darstellt.

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