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Kleve: Flüstersteine sollen von Befreiung erzählen

Kleve : Flüstersteine sollen von Befreiung erzählen

Die Stadt Kleve soll prüfen, wie sie Teil der "Liberation-Route" werden kann und wo im Stadtgebiet jene Steine aufgestellt werden sollten, die den Menschen die Geschichte der Befreiung und der Freiheit erzählen. Das empfahl gestern Abend einstimmig der Kulturausschuss der Stadt. Zuvor hatte Drs. Wiel Lenders, Direktor des Groesbeeker Befreiungsmuseums, die Idee der Route vorgestellt, die inzwischen von der Normandie bis nach Berlin reicht.

Eine Route, die aber nicht nur Militär- oder Alliiertengeschichte erzählt, sondern vor allem die Geschichte der Freiheit, die verloren wurde, wieder zurückgewonnen werden konnte und jetzt gewahrt werden muss, so Lenders. Sogenannte "Flüstersteine" markieren dabei den Weg der Befreier an wichtigen Punkten und erzählen in drei Sprachen, die man anwählen kann, von den Geschehnissen dieser Tage. "Es sind die Tage, an denen die Region Arnheim-Nimwegen-Kleve mit Market Garden 1944 und dem Angriff auf Deutschland 1945 auf die Weltbühne kam", sagt Lenders.

Josef Gietemann (SPD) – seine Partei hatte den entsprechenden Antrag gestellt – und Bürgermeister Theo Brauer begrüßten eine Aufstellung der Steine. "Die kosten rund 9000 Euro, wir können auch mit einer Förderung aus Brüssel rechnen", sagte Gietemann. An der Finanzierung dürfte es nicht scheitern, ein oder zwei dieser Zeugnis gebenden "Flüsterer" aufzustellen.

(RP)