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Kleve: Flitterpaar mit Nudelholz

Kleve : Flitterpaar mit Nudelholz

Zwei mal elf Jahre – ein Karnevalistisches Jubiläum konnten die Griethauser Wölfkes feiern – ein prall gefülltes 15-Punkte-Programm mit Reaktivierten ebenso wie mit blutjungem Nachwuchs. Der Karneval lebt in Griethausen.

kleve-griethausen Wenn man ein Jubiläum begeht, dann will man was ganz Besonderes auf die Beine stellen. Dies ist dem Griethauser Karnevalsverein „De Wölfkes“, der seinen karnevalistischen 22. Geburtstag feiert, mit seinem Sitzungsabend im rappelvollen Bürgerhaus vollauf gelungen. „De Wölfkes“ nahmen sich unter der wortgewandt-witzigen Moderation von Dietmar Daams beim prallgefüllten 15-Punkte-Programm das Motto „So was et, so es et, so sall et bliewe“ zu Herzen, schwelgten mit Reaktivierten in Erinnerungen, trieben aktuelle Späße und zeigten mit blutjungem Nachwuchs, wie die Zukunft aussehen soll.

Nach jahrelanger Auftritts-Abstinenz ließ das „Brandballett“ Biene Maja auf die Bühne gleiten und wurde dafür ebenso gefeiert wie Elvira und Heinz Merling, die als „Flitterpaar“ das Nudelholz mit Stimmungsliedern weich kochten. Mit stehenden Ovationen wurden die „Vielhaarmonika“ Dietmar Daams und Hubert Thermann nach über 30 Jahren von der Bühne verabschiedet, nachdem sie das Publikum bei ihrem musikalischen Vortrag eingespannt hatten.

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Nachwuchssorgen

Dass Nachwuchssorgen am Altrhein kein Thema sind, bewiesen die „Töpperkes“ und die „Früchtchen“, die sich in die Herzen der 250 Närrinnen und Narren tanzten und ohne Zugabe nicht davon kamen. Dies galt selbstverständlich auch für die „Pink Ladies“, die mit Schirm und Charme, aber ohne Melone eine flotte Sohle auf´s Parkett legten und für die „Löschies“, die als Piraten den Saal enterten. Genial die Parodie von Michael Wasser, der als „Blumenmann“ nicht nur die Blumen anmachte.

In der Bütt wagte Lutti Jansen als „Maulwurf“ („Schön, euch nicht zu sehen“) einen komischen Blick hinter die Karnevalisten-Kulissen. Theo und Tochter Annelene Reintjes trieben ihre Späße mit Einsteins Relativitätstheorie. Klasse auch der Generationenkonflikt der unterschiedlichen Sprachen. Getreu ihrem Spruch „Die Muttermilch ist sehr gesund, die macht den Säugling kugelrund“ zeigten die „Babys“ Marco Elling und Sascha Merling XXL-Windeln und viel Fleisch.

Marketingstrategien für Griethausen entwickelten Theo Reintjes und der zum Vereinsjubiläum wieder „ausgegrabene“ Ottmar Hermsen. Die „Bauern mit Verstand“ entlarvten die Altenstube als einen Geldwaschsalon und stießen erst zum Gebet und dann zum Bier an.

Die „Schänzer“ setzten dem närrischen Treiben die Krone auf und kamen mit der Königin der Niederlande, deren Lobeshymne auf 22 Jahre „De Wölfkes“ vom Hofnarren völlig verdreht übersetzt wurde. Eine weitere Majestät stattete dem Geburtstagskind seinen Besuch ab: Prinz Aloys hatte als Warbeyener in Griethausen beinahe ein Heimspiel und erfreute sich am Wolfsgeheul.

Beim Finale luden die Aktiven zum „Drink doch eene met“ in verschiedensten Variationen ein. Das begeisterte Narrenvolk schlug die Offerte nicht ab…

(RP)