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Kreis Kleve: Fitnesstraining für die Wehr

Kreis Kleve : Fitnesstraining für die Wehr

Die Feuerwehren im Kreis Kleve traten zum 35. Leistungsnachweis in Goch an. 74 Gruppen ließen sich in vier Disziplinen prüfen. Sie robbten durch Tunnel und kletterten über Hinderniswände.

Auf dem Friedensplatz in Goch reihen sich die Feuerwehrautos aneinander. Ein Meer aus roten Wagen und blauen Uniformen. Ein unwissender Spaziergänger mag sich Sorgen gemacht haben, angesichts eines solchen Aufgebots. Doch hier handelte es sich zum Glück um einen Großeinsatz der ungefährlichen Art. Zum 35. Leistungsnachweis der Feuerwehren im Kreis Kleve rückten 740 Feuerwehrfrauen und -männer an.

"Wasser marsch"

Für die Gruppen von jeweils etwa zehn Personen galt es auf dem Friedensplatz vier Aufgaben zu absolvieren. Als Erstes legten die Teams B- und C-Rohre aus, um schließlich das altvertraute Kommando der Feuerwehr zu hören: "Wasser marsch!" Danach mussten die Teams ihre Fitness bei einem Staffellauf beweisen. Jeder Teilnehmer lief 50 Meter in seiner schweren Einsatzmontur. Drei aus jeder Gruppe mussten je durch einen Tunnel robben, über einen Schwebebalken balancieren und eine Hinderniswand überwinden. Das alles natürlich unter Zeitdruck. Und da der älteste Teilnehmer 61 Jahre zählte, der jüngste aber erst 18 Jahre, durften die Teams selbst entscheiden, wem die Hindernisse in den Weg gelegt werden.

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Weiter ging es im praktischen Teil mit einer Prüfung der Knoten, die jedes Feuerwehrmitglied beherrschen sollte. "Das ist ein Repertoire von etwa zehn Knoten", erläuterte Kreisbrandmeister Paul-Heinz Böhmer. In einem theoretischen Teil mussten dann noch Fragen beantwortet werden.

In der Regel bestehen nahezu alle Gruppen. Eigentlich ist die Prüfung kein Wettkampf, sondern ein freiwilliger Leistungsnachweis. Doch ein bisschen Konkurrenz- und Wettkampfstimmung kommt trotzdem auf. "Vor allem bei Feuerwehren aus einer Kommune", erklärt Böhmer und schmunzelt. "Die Feuerwehr will sich selbst beweisen." Im Einsatz müssen die Ehrenamtlichen fit sein, manchmal kommt es auf jede Minute an.

Großer Zusammenhalt

Landrat Wolfgang Spreen bedankte sich bei den Feuerwehrfrauen und -männern: "Wie wichtig die Feuerwehr ist, haben diejenigen erlebt, die sie im Notfall gebraucht haben." Der Zusammenhalt und das Engagement bei der Freiwilligen Feuerwehr im Kreis Kleve ist groß.

Eine Tendenz ist das Auseinanderfallen von Arbeits- und Wohnort. Es wird immer üblicher, dass die Freiwilligen dann tagsüber am Arbeitsort eingesetzt werden. "Das halte ich für sehr sinnvoll und wird auch schon umgesetzt", sagt Kreisbrandmeister Böhmer.

(RP/jul)