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Fischessen in Kalkar: 170 Mio. Euro für Standorte der Bundeswehr

Kalkar : 170 Mio. Euro für niederrheinische Standorte der Bundeswehr

Am Doppelstandort Kalkar/Uedem leisten 1500 Soldaten und Soldatinnen sowie zivile Mitarbeiter aus 24 Ländern ihren Dienst. „Ihnen die bestmöglichen Rahmenbedingungen in Sachen Unterkünfte, Arbeitsplätze und Betreuung zu bieten muss das Ziel all unserer Bemühungen sein“, sagt Generalleutnant Klaus Habersetzer beim Aschermittwoch-Fischessen.

(nik) Einmal im Jahr trifft sich die zivile Gesellschaft im Kasino der Kalkarer Kaserne. So war das Aschermittwoch-Fischessen wieder Anlass zu Austausch und Begegnung, voraus ging ein Vortrag des Kommandeurs Zentrum Luftoperationen, Generalleutnant Klaus Habersetzer. Der 62-Jährige, der 2019 den Standort übernommen hatte, begrüßte Vertreter aus unterschiedlichsten Bereichen und verschaffte ihnen einen Einblick in das, was sich in den militärischen Liegenschaften so tut. Und das ist eine Menge.

Am Doppelstandort Kalkar/Uedem leisten 1500 Soldaten und Soldatinnen sowie zivile Mitarbeiter aus 24 Ländern ihren Dienst. „Ihnen die bestmöglichen Rahmenbedingungen in Sachen Unterkünfte, Arbeitsplätze und Betreuung zu bieten muss das Ziel all unserer Bemühungen sein“, sagt Habersetzer. Deshalb entsteht „das lang ersehnte Ausbildungsgebäude“ und ein modernes Bürogebäude, nachdem 2019 bereits das erste Unterkunftsgebäude an die Nutzer übergeben werden konnte. Weitere Funktionsgebäude, eine neue Sporthalle, ein neues Wirtschaftsgebäude und zusätzliche Unterkünfte werden folgen. In den kommenden Jahren werden 170 Millionen Euro in die niederrheinischen Standorte investiert. „Zahlen, die unsere Kommunalpolitiker sehr gerne hören werden“, meint Habersetzer, denn der Großteil der ausführenden Handwerksunternehmen kommt aus dem Nahbereich. Auch im Zentrum Luftoperationen ist das Thema „Digitalisierung“ ganz groß. Der Flugführungsdienst etwa musste bislang mit 40 Jahre alten Radar- und Funkgeräten arbeiten, das passe nicht mehr zu den gestiegenen Sicherheitsanforderungen. Und das Nationale Lage- und Führungszentrum Sicherheit im Luftraum, das unter anderem für die Abwehr von Fluggeräten zuständig ist, die als Waffe missbraucht werden, brauche allerhöchste Datensicherheit.