Kleve: Firma KHS will Stellen im Klever Werk abbauen

Kleve: Firma KHS will Stellen im Klever Werk abbauen

Der Anlagenherstellers KHS plant, Stellen zu streichen. Kurz vor Weihnachten wurden Mitarbeitern im Rahmen einer Versammlung der KHS-Gruppe in Dortmund entsprechende Absichten präsentiert. Insgesamt sollen bei der KHS-Gruppe an den Standorten Dortmund, Worms, Bad-Kreuznach und Kleve 300 Stellen gestrichen werden, heißt es aus Unternehmenskreisen. Der Standort Kleve soll mit 17 Stellen, die wegfallen, betroffen sein. Sie sollen innerhalb von zwei Jahren abgebaut werden. In der Schwanenstadt produziert KHS Abfüll- und Verpackungsanlagen für die Getränke- und Nahrungsmittelindustrie.

Die Pläne für den Jobabbau sorgten prompt für Kritik. "Eine schöne Weihnachtsbotschaft für die KHS-Mitarbeiter in Kleve. Am Dienstag vor Heiligabend wurde auf einer Mitarbeiterversammlung vom Finanzvorstand der KHS-Gruppe Martin Resch mitgeteilt, dass in Kleve 17 Arbeitsplätze gestrichen werden mit dem Ziel, den Profit des Unternehmens zu erhöhen", schreibt der Kreisverband Kleve der Partei Die Linke. Die Partei "missbillige die Entscheidung der Geschäftsleitung, die Profiterhöhung der Unternehmensgruppe zu Lasten der Mitarbeiter zu betreiben", so der Kreisverband weiter.

Die Gewerkschaft IG Metall erklärt zu den KHS-Plänen: "Die Beschäftigten waren schockiert, denn die Auftragsbücher sind derzeit mehr als voll. Der Standort in Kleve sehr profitabel erwirtschaftet Gewinne und die Beschäftigten arbeiten teilweise über ihre Belastungsgrenze".

IG-Metall-Gewerkschaftssekretär Bernd Börgers forderte in der Betriebsversammlung den Vorstand auf, keine betriebsbedingten Kündigungen auszusprechen. Die Verhandlungen über einen Zukunftsvertrag werden unter Beteiligung der IG Metall in diesem Monat starten. "Der Betriebsrat wird jede Maßnahme, die zu Personalabbau führt, hinterfragen und geeignete Maßnahmen zur Vermeidung von betriebsbedingten Kündigungen vorschlagen", kündigt Börgers an.

(RP)