1. NRW
  2. Städte
  3. Kleve

Fieberzelt am Klever Krankenhaus von Montag an 24 Stunden geöffnet

Corona-Virus : Fieberzelt von Montag an 24 Stunden geöffnet

Das Fieberzelt am Klever Krankenhaus ist eröffnet. Das Klinikum weist darauf hin, dass dort ausschließlich Menschen mit Grippesymptome getestet werden. Bisher gibt es keinen Corona-Fall im Kreis Kleve.

Die gute Nachricht vorweg: Bisher (Stand: Samstag, 29. Februar, 14.30 Uhr) gibt es noch keinen Corona-Fall im Kreis Kleve. Das gab Philipp Kehmeier, Regionaldirektor des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums, auf Anfrage unserer Redaktion bekannt.

Das Klinikum hat am Samstag vorsorglich ein Fieberzelt am Klever Krankenhaus eröffnet, die Rochus-Station dient zudem als Isolierstation. „Momentan ist sie leer, das Fieberzelt erst seit wenigen Minuten eröffnet“, so Kehmeier. Kliniksprecher Christian Weßels weist am Samstagnachmittag ausdrücklich daraufhin, dass ausschließlich Menschen mit Grippesymptomen (Fieber / Krankheitsgefühl / Husten und Schnupfen) dort getestet werden. „Zu uns kommen Menschen ohne Grippesymptome, um sich testen zu lassen. Das macht medizinisch keinen Sinn und saugt unnötige Ressourcen“, so Weßels.

Zu den Öffnungszeiten des Fieberzeltes: Am Samstag hat das Zelt von 14 bis 18 Uhr geöffnet, am Sonntag von 8 bis 18 Uhr. Von Montag, 2. März, 8 Uhr, an ist das Zelt 24 Stunden für alle Menschen aus dem Kreis Kleve, die Grippesymptome haben, geöffnet.

Weßels betont, dass es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme handele. Eine klinische Behandlung werde im Zelt nicht stattfinden. Es gehe darum, die Gesundheit der Mitarbeiter und Patienten zu schützen. Das Fachpersonal werde in dem Zelt eine Corona- und Grippe-Ausschlussdiagnostik betreiben. „Wenn sich Patienten mit grippeartigen Symptomen in der Fieberambulanz vorstellen, folgen – in dieser Reihenfolge – Anamnese, Grippeschnelltest mit Speichelabstrich und einem Ergebnis nach etwa 20 Minuten und bei negativem Grippebefund eine Testung auf das Coronavirus mit Speichelabstrich und einem Ergebnis aktuell nach 48 Stunden“, erklärt Weßels und betont, dass das Klinikum keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen ausstellen kann.

Der Kreis Kleve hat auf seiner Internetseite Informationen und Verhaltensregeln zusammengetragen. Bürger, die bestimmte Gegenden Chinas, Südkoreas, des Iran oder Italiens besucht haben, werden aufgefordert, sich im Kreis-Gesundheitsamt zu melden. Ärzte müssen Verdachtsfälle der Gesundheitsbehörde melden. Unbedingt sollte man bei einem Krankheitsverdacht zu Hause bleiben. Ansonsten ist die Situation im Kreis Kleve unverändert, sagt Kreissprecherin Elke Sanders am Freitag. Sollte sich die Lage ändern, sei der Kreis so vorbereitet, dass sofort alle zuständigen Mitarbeiter zusammenkommen können.