1. NRW
  2. Städte
  3. Kleve

Kalkar-Appeldorn: Feuerwehrhaus Appeldorn einsatzbereit

Kalkar-Appeldorn : Feuerwehrhaus Appeldorn einsatzbereit

Im Sommer soll das Gebäude mit einem Fest eingeweiht werden, in Betrieb wird es aber schon jetzt genommen. Für das neue Feuerwehrgerätehaus des Löschzugs Appeldorn muss die Stadt 1,35 Millionen Euro aufbringen.

Ganz so schnell wie erwartet klappte die Fertigstellung nicht, inzwischen sind die Arbeiten zum neuen Feuerwehrgerätehaus Appeldorn aber abgeschlossen. Stadtsprecher Harald Münzner: "Am Wochenende wird es eingeräumt und bekommen die Fahrzeuge ihre festen Plätze, die formale Einweihung mit einem Fest ist erst im Sommer." Jetzt wurde das Gebäude schon mal der örtlichen Politik und der Presse vorgestellt. 1,35 Millionen Euro musste die finanziell klamme Stadt Kalkar für den Ersatzbau aufbringen.

Bauherrin ist die Stadt Kalkar, vertreten durch Bürgermeisterin Britta Schulz, die auch mit durch die Halle wanderte. Die Projektsteuerung erfolgte durch den Fachbereich "Planen, Bauen, Umwelt", die Planung hatte ein auswärtiges Büro übernommen, ebenso die Entwurfsplanung für Elektro, Heizung, Lüftung, Sanitär und Überwachung. Gebaut hat dann allerdings eine hiesige Firma: Generalbau Görtz aus Bedburg-Hau, beim Pressetermin anwesend war Geschäftsführer Oliver Görtz.

Auf die Arbeit am neuen Ort freut sich die Freiwillige Feuerwehr Kalkar, vertreten durch den Löschgruppenführer Appeldorn, Roland Matenaer, Wehrführer Georg Bouwmann und die stellvertretenden Löschgruppenführer Daniel Hegmann und Franz Perau.

Das neue Feuerwehrhaus in Appeldorn befindet sich auf einem fast 2500 Quadratmeter großen Grundstück und verfügt über eine Fahrzeughalle mit zwei Stellplätzen mit Abgasabsaug-Anlage für die Einsatzfahrzeuge. Weiterhin stehen etwa 20 Parkplätze für die Kameraden der Löschgruppe auf der Außenfläche, ein Schulungsraum sowie Umkleiden und Sanitäreinrichtungen für Damen und Herren (ist inzwischen Pflicht), Trockenraum, Werkstatt, Materiallager, Büro Löschgruppenführer und Teeküche zur Verfügung. Die Nutzfläche des Erdgeschosses umfasst laut Stadtverwaltung circa 460 Quadratmeter. Teile der Außenanlage können als Übungshof genutzt werden. Der Auftrag wurde nach einem Vergabeverfahren mit vorgeschaltetem öffentlichem Teilnahmewettbewerb nach Beschluss des Haupt- und Finanzausschusses des Rates der Stadt Kalkar im Frühjahr 2016 erteilt. Im Anschluss daran war zunächst die Ausführungs- und Genehmigungsplanung durch den Generalunternehmer zu erstellen. Das Gebäude wurde im März 2018 der Stadt übergeben, nun kann der Betrieb aufgenommen werden.

Die Gesamtkosten von rund 1,35 Millionen Euro beinhalten die Baukosten für den Hochbau einschließlich Außenanlagen und Ausstattung, außerdem die Grunderwerbs- und Erschließungskosten sowie die Baunebenkosten.

Viel moderne Technik ist vorhanden: Die Wandkonstruktion der Fahrzeughalle besteht aus zwei Deckschichten aus beschichtetem Stahlblech und einem dazwischenliegenden Kern aus Hartschaum; das Sozialgebäude ist massiv gemauert und wurde verklinkert. Der Boden der Fahrzeughalle wurde mit Epoxidharz ausgeführt, der sich durch eine hohe Abriebfestigkeit auszeichnet und dauerbeständig gegen Kraftstoffe und Mineralöle ist; die übrigen Räumlichkeiten wurden gefliest. Sogar eine eingebaute Stiefelwäsche ist vorhanden.

Geheizt wird mit einer Fußbodenheizung. Die Frischluft- und Abluft-Versorgung erfolgt über ein Lüftungsgerät im Bereich der Herren-Umkleide. LED-Technik sorgt für eine gute Beleuchtung. Für den Fall eines Stromausfalls ist eine CEE-Steckdose zur Notstromeinspeisung vorhanden. Die aktive Wehr freut sich über reichlich Spinde, die Teeküche und über einen funktionalen Schulungsraum mit 50 Sitzplätzen.

(RP)