Feuerwehr kritisiert Zunahme von Osterfeuern in Bedburg-Hau

Feuerwehr sieht Zunahme kritisch : Osterfeuer – die unterschätzte Gefahr

Die Feuerwehren mussten mehrmals zu Brauchtumsveranstaltungen ausrücken. In Bedburg-Hau wird Zunahme von Feuern kritisch gesehen.

Brauchtumsfeuer gehören zu Ostern wie das Ei oder der Hase. Das weiß auch Michael Hendricks. Dennoch sieht der Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr Bedburg-Hau Osterfeuer kritisch. Zwei Gründe benennt er dafür: „Es werden immer mehr und es sind leider auch nicht ausschließlich Grünabfälle, die abgebrannt werden. Wir haben Paletten, halbe Dachstühle gesehen.“

Zum Hintergrund: Allein in Bedburg-Hau wurden dem Ordnungsamt in diesem Jahr insgesamt 252 Osterfeuer gemeldet. Zum Vergleich: In Goch waren es 200, in Kleve nur 120. „Diesen Anstieg sehen wir kritisch, auch weil Sicherheitsabstände und -vorkehrungen nicht eingehalten werden“, so Hendricks.

Für die knapp 70 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Bedburg-Hau bedeutete dies viel Arbeit. Los ging es Karfreitag in Louisendorf, Karsamstag war es besonders schlimm. So wurde um 18.38 Uhr ein Flächenbrand im Bereich des Edeka-Marktes gemeldet. „Von einem Passanten waren eine starke und dunkle Rauchentwicklung und meterhohe Flammen am Voltaireweg wahrgenommen worden“, berichtete Hendricks. Ursächlich hierfür war ein Osterfeuer auf dem Gelände eines Betriebes an der Bedburger-Weide. Kurz darauf mussten die Wehrmänner erneut an den Voltaireweg ausrücken. Aufgrund der Größe und der starken Wärmestrahlung des Osterfeuers war es zu einem Böschungsbrand gekommen. „Um 22.12 Uhr dann wieder eine Alarmierung wegen eines Osterfeuers, diesmal im Bereich der Gocher Landstraße (B9) und Antoniter Straße in Hau. Auch hier hatte ein Anrufer eine starke Rauchentwicklung und einen massiven Feuerschein wahrgenommen“, so Hendricks weiter.

Auch in Goch waren die Einsatzkräfte unterwegs. Auch dort beschäftigte ein gefährlich abbrennendes Osterfeuer die Feuerwehr. Genauer gesagt meldete ein Passant am Sonntag um 21.20 Uhr eine unklare Rauchentwicklung im Bereich der Jurgenstraße. „Hierbei handelte es sich um ein Osterfeuer, das gefährlich nah an Bäumen entzündet worden war. Es bestand die Gefahr, dass die Flammen sie entzünden. Der Betreiber wurde aufgefordert, es zu löschen“, berichtete Torsten Matenaers, Pressesprecher der Feuerwehr. Am Abend zuvor mussten die Einsatzkräfte zweimal ausrücken – nach Hommersum und nach Pfalzdorf. Bei diesen beiden Osterfeuern bestand jedoch keine Gefahr.

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