Bilanz 2018 : Einsätze nahmen drastisch zu

Brände, Verkehrsunfälle, Unwettereinsätze, Ölspuren oder Tiere in Not – 2018 hatte für die Feuerwehr Bedburg-Hau alles zu bieten. Besonders die lange Trockenperiode sorgte für zahlreiche Einsätze: Fast täglich brannte es.

Das vergangenen Jahr hat den Bedburg-Hauer Feuerwehrkräften kaum eine Atempause beschert. Vor allem der lange und äußerst trockene Sommer machte zahlreiche Einsätze nötig. Das wird aus dem  Jahresbericht, den die   Freiwillige Feuerwehr Bedburg-Hau jetzt  mit den Einsatzzahlen für das Jahr 2018 vorgelegt hat.

Im Vergleich zu den Vorjahren gab es einen drastischen Anstieg. Besondere Wetterlagen haben im letzten Jahr die Feuerwehr stark gefordert. Auf Sturmtief Friederike folgte ein langer Dürresommer mit teils heiklen Feldbränden.  Aus dem Bericht der Gemeindebrandinspektoren Stefan Veldmeijer und Klaus Elsmann geht eindeutig hervor: „Die Freiwillige Feuerwehr rückt nicht nur immer öfter aus. Ihre Aufgaben verändern sich auch“. Die Einsätze teilten sich auf in 101 Alarmierungen (2017: 28) für technische Hilfeleistungen, 63 (2017: 87) Brandeinsätze und ausgelöste Brandmeldeanlagen. Vier Mal (2017: 0) mussten Tiere aus Notsituationen befreit werden. In Erinnerung ist vielen noch ein spektakuläre Tierrettung kurz vor Jahresende: An der Mühlenstraße in Schneppenbaum kauerte einen Tag lang eine Katze in einem Baum: Kater Gerry hatte auf einer Tanne in etwa 15 Metern Höhe ausgeharrt und war am Ende seiner Kräfte. Die Besitzer, die gehofft hatten, dass er selber wieder absteigt, alarmierten am Ende die Feuerwehr“.  Die Einsatzkräfte rückten mit einem Löschfahrzeug und einer Drehleiter an. Freiwillig und ohne Gegenwehr, so die Feuerwehr, ließ sich Gerry retten und wieder auf den Boden bringen.

Zu Verkehrsunfällen und Rettung von Personen rückten die Einsatzkräfte 10 Mal (2017: 10) aus. Auch rückt die Feuerwehr bei Einsätzen zur Unterstützung des Rettungsdienstes aus. Hier erfolgen Alarmierungen zur Türöffnung, Tragehilfe und des Patiententransports mit der Drehleiter. Das allein in 13 Fällen im Jahr 2018 (2017: 11)

   In den Bereichen Brandschutz-, Hilfeleistungs- und Rettungseinsätze gab es 2018 insgesamt ein Plus von 59 Prozent auf 191 Einsätze (2017: 139). Damit wächst die Bedeutung der Wehr für die Gemeinde deutlich. Das ist alleine an der Zahl der Einsätze abzulesen. Rückten die Einheiten in Bedburg-Hau 2014 noch 95 Mal aus, waren es zwei Jahre später 134 Alarmierungen.

   Brände, Verkehrsunfälle, Unwettereinsätze, Ölspuren oder Tiere in Not, 2018 hatte mal wieder alles zu bieten. Vor allem die Trockenperiode im Sommer bleibt den Einsatzkräften in Erinnerung. Fast täglich und an manchen Tagen mehrmals mussten Feuer auf Freiflächen und in der Landwirtschaft gelöst werden. Auch einige landwirtschaftliche Arbeitsmaschinen brannten. Anfang Juli standen Teile der Gärtnerei auf dem Areal in Bedburg-Hau meterhoch in Flammen. Durch den Brand kam es zu einer erheblichen Sichtbehinderung durch Rauch, so dass im Bereich der Gärtnerei die Uedemer Straße durch die Polizei gesperrt und der Verkehr abgeleitet werden musste. Die Einsatzdauer betrug fast zwei Stunden, da mit großem Wassereinsatz letzte Glutnester abgelöscht werden mussten, um eine erneute Brand-Ausbereitung zu verhindern. Auch kam ein Radlader zum Einsatz.

Die positiven Höhepunkte 2018 sind die Beschaffung eines Einsatzleitfahrzeuges, die Durchführung zahlreicher Brandschutzerziehungen in Schulen und Kindergärten sowie der Abschluss eines Feuerwehrgrundlehrgangs.

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