Festvortrag von General a.D. Klaus Naumann in Kalkar

Vortrag in Kalkar: Wiedervereinigung war Thema in Kalkar

General a.D. Klaus Naumann hielt seinen Festvortrag vor 170 Gästen bei der Luftwaffe in Kalkar.

(RP) Die Luftwaffe in Kalkar zusammen mit der Deutschen Atlantischen Gesellschaft hatte zum alljährlichen Festvortrag geladen. Fast 170 Gäste aus Politik, Behörden, Militär und Verbänden folgten dieser gemeinschaftlichen Einladung, um den Ausführungen eines der am höchsten dekorierten Soldaten der Bundeswehr, General a.D. (außer Dienst) Klaus Naumann,  folgen zu können.

In seiner Begrüßung in Kalkar unterstrich der neue Kommandeur Zentrum Luftoperationen, Generalleutnant Habersetzer, wie wichtig ihm die Würdigung des Tages der Deutschen Einheit in Form eines Festvortrages sei: „Ich freue mich, dass in Zeiten in denen Vortragsveranstaltungen allerorts immer weniger werden, diese kulturelle Art des Gedenkens in Kalkar so sehr gepflegt wird“. General a.D. Naumann ging nach der Schilderung seiner sehr persönlichen Erlebnisse als Stabsabteilungsleiter Militärpolitik, im Führungsstab der Streitkräfte im Jahr 1989, insbesondere auf aktuelle und zukünftige Herausforderungen für die deutsche Politik ein. Er gab zu bedenken, dass die durch Deutschland lange vertretene „Kultur der Zurückhaltung“ häufig als „Drückebergerei“ bei unseren Verbündeten verstanden wurde. „Keinem haben wir die Deutsche Einheit mehr zu verdanken, als den Amerikanern“, resümierte Naumann.

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Daher sei es immens wichtig für die Stabilität in Europa, dass die NATO intakt bleibt – und dies ginge nur mit den USA. Zu guter Letzt betonte der ehemalige Generalinspekteur und damit der höchste General der Bundeswehr, dass wir alle aufgerufen sind, tagtäglich an der Einheit Deutschlands mitzuwirken, denn „die Einheit Deutschlands ist auch nach 28 Jahren nicht vollendet, daran zu arbeiten ist unser aller Aufgabe“.

In seinen abschließenden Worten nach dem Vortrag sprach Habersetzer dann auch noch das aus, was viele der Zuhörer zur damaligen Zeit womöglich auch gedacht haben mögen: „Für viele von uns war es ein Wunder- auch für mich – die Deutsche Einheit“.

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