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Bedburg-Hau: FDP: Weniger Geld für Ratsherren

Bedburg-Hau : FDP: Weniger Geld für Ratsherren

„Wir haben nichts Positives zum Gemeindehaushalt zu berichten“, zeigen sich FDP-Fraktionsvertreter Michael Hendricks und Stephan Haupt enttäuscht.

Im Vergleich zum Vorjahr sei in Bedburg-Hau der Schuldenberg – allerdings rechnet die FDP hier auch die Bürgschaften der und die Schuldenlast von Eigenbetrieben mit ein – um 900 000 Euro auf insgesamt 12 Millionen Euro gewachsen. Wie auch die Gemeinde wolle die Fraktion das politische Jahr 2008 dem Motto „Bedeutend anders“ widmen, und da vor allem mit kreativen Ideen punkten, so Hendricks.

Schulden tilgen

Angehen wollen die FDP-Herren ihren Beitrag zur Haushaltsverbesserung mit Anträgen zur Einnahmen- und Ausgabenseite. So werde die FDP in der Ratssitzung am nächsten Dienstag vorschlagen, die gesamte Rückerstattungssumme der Finanzbeteiligung an den finanziellen Belastungen des Landes von fast 320 000 Euro in die Schuldentilgung einfließen zu lassen, um die Kreditlast zu drücken. „Diese außerordentlichen Einnahmen sollten wir nicht für laufende Kosten verwenden, sondern zur Entlastung der folgenden Generationen“, so Haupt.

An Ratsvertretern sparen

Zudem beantrage die FDP, die Überarbeitung des Internetauftritts günstiger als veranschlagt zu bewerkstelligen und auf die geplante Anschaffung einer Klimaanlage zu verzichten. Mit diesen und weiteren Einsparungen und den winkenden Finanzmitteln aus dem noch nicht abgeschlossenen Forensikvertrag könne die Gemeinde die Haushaltskonsolidierung um rund eine Million Euro voranbringen. Auch die Ratsvertreter selbst sollen auf Geheiß der FDP ihren Beitrag dazu leisten – und nach neuem Finanzmodell, das schon in Goch und Geldern im Einsatz ist, geringere Aufwandspauschalen erhalten. Auch Sportvereinen und Schulen soll der Anreiz zum Sparen gegeben werden – bei den Energiekosten, die von der Gemeinde stark bezuschusst werden. Wenn die Betriebswerte unter den bisherigen blieben, solle ein Teil des Gewinns dem Verein zur Verfügung gestellt werden. Beim Thema Energiegewinnung wolle die Fraktion zudem der kommunalen Verwaltung vorschlagen, eine Kooperation mit den Rheinischen Kliniken zu prüfen, die mit ihrem eigenen Kraftwerk ein Überangebot an Energie produzierten.

(RP)