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FDP Kleve will sich für Schulen und den Sport einsetzen

Kommunalwahl 2020 : FDP Kleve will sich für Schulen und den Sport einsetzen

Die Liberalen um Bürgermeisterkandidat Daniel Rütter stellten ihr Wahlprogramm vor. Im Mittelpunkt stehen die Sportförderung und die Schulpolitik.

Die FDP Kleve verspürt in der Kreisstadt ein „erhebliches Frustpotenzial“, sagt Bürgermeisterkandidat Daniel Rütter. „Die Schulbauten werden nicht fertig. Es gab und gibt Streit um die Schulformen. Der Elternwille wird nicht berücksichtigt. So etwas gibt es in keiner anderen Kommune. Die Eltern sind verärgert“, sagt Rütter. Schule und Sport, das sind die zentralen Themen, mit denen die FPD am 13. September beim Wähler punkten möchte und die sie in der kommenden Ratsperiode besonders angehen will.

Sport, das ist das Herzensthema von Maarten Oversteegen. Der 21-Jährige tritt auf Listenplatz zwei um einen Sitz im Stadtrat an. „Hier hat sich Kleve schon immer schwer getan“, sagt Oversteegen. Während das vor elf Jahren beschlossene und nur zum Teil umgesetzte Sportstättenkonzept vier Sportzentren vorsieht, will die FDP alle bestehenden Sportstätten erhalten. „Griethausen, die Düffelt, Warbeyen – dort sind Plätze, an denen soziale Begegnung stattfindet“, sagt Oversteegen. „Die Vereinshäuser sind oft die letzten Anlaufstätten“, ergänzt Rütter. Oversteegen hat speziell den VfR Warbeyen und den 1. FC Kleve im Blick. „Der Pachtvertrag in Warbeyen läuft in drei Jahren aus. Der Verein braucht Sicherheit. Das Sportzentrum am Bresserberg kann noch größer gedacht werden. Die Tribüne als Rohbau, so etwas ist nicht haltbar. Das Stadion muss fertiggestellt werden“, sagt der 21-Jährige. Bürgermeisterkandidat Rütter will das Thema Mobilität als Gesamtes behandelt wissen. „Ich bin für eine Mobilitätsplattform als App, auf der man Tickets kaufen, Routen durchrechnen, Car-Sharing in Anspruch nehmen und Busse rufen kann“, sagt Rütter, der dafür auch private Taxiunternehmen uns Boot holen will.

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Heike Edler, auf Listenplatz drei, ist bei der FDP für Einzelhandel und Innenstadt zuständig. „Die Verwaltung muss mit den Händlern mehr zusammenarbeiten und auch auf die Vermieter zugehen“, sagt sie. Edler setzt sich für mehr Ruhezonen in der City ein und will den Platz vor der Schwanenburg anders nutzen. „Da ist viel zu wenig Leben, und Besucher von außerhalb können mit dem Platz nichts anfangen“, sagt sie. Daniel Rütter kritisiert die Zusammenlegung von Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung. „Das ist missglückt, und beides sollte wieder getrennt werden“, sagt der 41-Jährige. Auch dass die Citymanagerin von auswärts kommt, finden die Liberalen nicht gut. Rütter: „Das kann nicht jemand machen, der auch noch drei andere Kommunen betreut.“

Er rechnet zwar nicht damit, „dass ich mit mehr als 50 Prozent direkt als Bürgermeister gewählt werde.“ Aber Rütter geht von einer Stichwahl aus. „Da ist die Chance da.“