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FDP im Kreis kritisiert Blankoscheck der Kreistagsmehrheit an Airport

Flughafen Weeze : Airport Weeze: FDP schimpft, CDU und SPD entspannt

Die Erwartung, dass Ludger van Bebber den Airport Weze verlässt, zieht unterschiedliche Reaktionen nach sich. Empört ist die FDP-Fraktion im Kreistag.

(nik) Wenn die Personalie auch noch nicht rechtskräftig ist: Die Reaktionen auf die Nachricht, Ludger van Bebber werde als neuer Geschäftsführer des Flughafen Dortmund gehandelt, ließen nicht lange auf sich warten. Nach Silke Gorißen (CDU) als Aspirantin auf das Amt des Landrats meldete sich die FDP-Fraktion zu Wort. „Wir hatten bereits Ende des Jahres ein tragfähiges Gesamtkonzept für den Flughafen gefordert und dies als Bedingung für die erstmalige Gabe verlorener Subventionen an den Flughafen angesehen“, schreibt Fraktionsvorsitzende Ralf Klapdor. Mit Bedauern habe man seinerzeit feststellen müssen, dass CDU und SPD einen Blankoscheck aus Steuergeldern ausgestellt hätten. Die FDP-Kreistagsfraktion beantragt einen eigenen Tagesordnungspunkt „Flughafen Weeze“ für die Kreistagssitzung am 19. März. Auf Anfrage der RP äußert sich der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Paul Düllings. Es sei „sehr schade“, wenn van Bebber den Kreis Kleve verlasse, er habe gute Arbeit geleistet. Offenbar sei er dem anderen Flughafen als „tüchtiger Kostensenker“ aufgefallen. Allerdings hätte die Politik im Herbst, als es um die Frage der Zuwendung ging, vermutlich vielschichtiger diskutiert, wenn „das Thema um diesen Aspekt bereichert gewesen wäre“. Ob das Ergebnis deshalb ein anderes gewesen wäre, wisse er nicht. Mit der Suche nach einem geeigneten Nachfolger müssten sich die Gremien befassen. SPD-Fraktionschef Jürgen Franken sieht „vorrangig keinen Zusammenhang“ zwischen der Unterstützung für den Flughafen und der aktuellen Personalie. Er glaubt, dass seine Fraktion auch im Wissen um die Personalie für die Unterstützung gestimmt hätte. Die Rahmenbedingungen machten es jedem Flughafen-Geschäftsführer schwer.