Kolumne „Die Familienmanagerin“: Urlaubsstress und Eiersalat

Kolumne „Die Familienmanagerin“ : Urlaubsstress und Eiersalat

Wenn Elternsprechtage und Arbeitszeiten kollidieren, und dann noch ein Urlaub dazwischen grätscht, kommt auch die Familienmanagerin mal ins Straucheln.

Waren das ereignisreiche Wochen! Vor den Ferien ging der Kampf um einen Termin beim Elternsprechtag los. Bei meinem „Großen“ an der Gesamtschule sollte das Gespräch vormittags stattfinden – das ist mit meinen Arbeitszeiten so gar nicht zu vereinbaren. Ausweichtermine gingen nicht, Urlaub habe ich schon verplant. Naja, dann eben Minusstunden in Kauf nehmen. Ich arbeite 25 Stunden die Woche bei einem Reiseunternehmen in Duisburg. Dafür war das Gespräch in der Schule dann auch sehr „ergebnisorierentiert“. Das Gespräch an der Grundschule meines „Kleinen“ war hingegen nachmittags, strukturiert und informativ.

Dann konnte der Nordsee-Urlaub ja ruhigen Gewissens kommen. Taschen packen, neu sortieren und die Hälfte doch wieder weglegen – wer kennt das nicht? Am Ende ist das Auto immer zu klein, die vergessenen Sachen standen nie auf dem Zettel und im Urlaub merkt man erst, dass man Wollsocken gar nicht braucht. Dafür hatten wir bestes Wetter, Strandnähe und eine sehr entspannte Zeit. Gut, das ein oder andere Mal habe ich schon überlegt, ob die Mülltonnen an die Straße gestellt werden müssten, der Gitarrenlehrer abbestellt wurde und ob ich die Ballsportgruppe mit allen Infos versorgt habe. Aber im tropischen Schwimmbad habe ich wirklich nur noch an Spaß und Rutschen gedacht. Mit einem leichten Ansatz von Schwimmhäuten zwischen den Fingern sind wir erholt wieder nach Hause gefahren.

Jetzt, nach Ostern, bleibt die Frage, was man mit den ganzen Eiern machen soll. Ich gehe mal in die Küche und versuche mich an einem neuen Rezept für Eiersalat.

Anke Kirking lebt mit ihren Söhnen im Alter von sechs und zehn Jahren in Geldern. An dieser Stelle berichtet sie alle paar Wochen von ihrem Leben als Familienmanagerin. Foto: Kirking