Familien im Kreis Kleve: Reisen mit Kindern – Sind wir schon da?

Familien im Kreis Kleve : Reisen mit Kindern – Sind wir schon da?

Die Kinder ins Auto und ab in den Urlaub – damit die entspannteste Zeit des Jahres nicht zur stressigsten Zeit wird, gibt es einige Tricks. Familie Funke aus Kerken ist bei langen Reisen erprobt und gibt Tipps.

Für Familie Funke steht der Urlaub vor der Tür: zwei Wochen an der Nordsee, in der Nähe von Cuxhaven. Knapp 400 Kilometer haben Iris Funke, ihr Mann und die drei Kinder Emma, Elli und Mats dann vor sich. Und damit auf der Autofahrt kein Frust aufkommt – weder bei den Kleinen, noch bei Mama und Papa – haben sie einige Tricks entwickelt.

Start Los geht es für Familie Funke gegen 10 Uhr. So haben Eltern und Kinder genügend Zeit, vorher gemütlich zu frühstücken und die letzten Sachen zusammenzupacken. Bei vier bis fünf Stunden Fahrtzeit ist die Familie dann trotzdem früh genug am Urlaubsort, um den ersten Nachmittag ausnutzen zu können. Anders ist das, wenn die Funkes nicht ans Meer, sondern in die Berge fahren. Einmal im Jahr machen sie Urlaub auf einem Bauernhof im Allgäu. „Dann starten wir immer schon um 5 Uhr morgens“, sagt Iris Funke. „Die Kinder sind dann noch schläfrig und wir können die ersten zwei bis drei Stunden durchfahren.“ Gefrühstückt wird dann erst später auf einem Rastplatz.

Ablenkung Ist die erste Aufregung verflogen, wird auch geduldigen Kindern irgendwann auf der Reise langweilig. Bekannte Spielsachen und Kuscheltiere dürfen deshalb in keinem Gepäck fehlen.

Bei Familie Funke sind die Klassiker immer dabei: Memory und Mensch ärgere dich nicht. Diese können die Kinder in Taschen an den Vordersitzen verstauen. Zum Spielen und Malen haben sie ebenfalls Tische dabei, die sich an die Autositze klemmen lassen. Elektronische Spiele gibt es bei Familie Funke nicht. „Mit den klassischen Spielen können sie sich wunderbar beschäftigen und fragen nichts anderes nach“, sagt Iris Funke. Nicht fehlen dürfen CDs mit Kinderliedern und Hörspielen, die die Familie gemeinsam hört.

Für Autofahrten eignen sich auch einfache, aber effektive Spiele, für die kein Zubehör nötig ist, wie Beobachten, Geschichten erzählen, Wortketten bilden oder Kennzeichen erraten. Emma, Elli und Mats zählen leidenschaftlich gerne Baustellen und Lastwagen.

Pausen Genug Zeit einplanen ist einer der wichtigsten Tipps: Etwa alle zwei bis drei Stunden macht Familie Funke eine Rast. Da ist dann auch genug Zeit für ein Picknick und fürs Toben. Damit das auf den Rastplätzen auch möglich ist, suchen sich Iris Funke und ihr Mann schon vorher die besten Rastplätze auf. Auf einer Online-Karte checken sie die Route und die Bewertungen der Rastplätze. Viele Autobahnraststätten bieten eine kindgerechte Ausstattung mit Spielplätzen, Spielecken, Babywickelräumen und Babybetten.

Bequem und sicher Kinder unter zwölf Jahren oder 150 Zentimeter Körpergröße müssen laut ADAC Nordrhein bei allen Autofahrten grundsätzlich mit einem geeigneten Kinder-Rückhaltesystem (ECE-Zulassung) gesichert werden. Eine gute Polsterung und Gurtschoner sorgen dafür, dass nichts unangenehm auf der Haut reibt. Für Kleinkinder sollte der Sitz eine bequeme Schlafposition zulassen. Tipp: Ein kleines Kissen sorgt für zusätzlichen Komfort. Zur Sicherheit sollte die Kindersicherung bei den hinteren Türen aktiviert sowie die Fenstersperre eingestellt werden, um ein Öffnen während der Fahrt zu verhindern.

Flugreisen Für alle, die nicht mit dem Auto, sondern mit dem Flugzeug in den Urlaub reisen, gelten ähnliche Tipps, wie der ADAC Nordrhein rät. Gerade bei Flügen gehören aber auch Kaugummis oder Bonbons griffbereit ins Handgepäck, da Lutschen, Kauen und Schlucken den Druckausgleich erleichtert. Kleine Kinder sollten beim Starten und Landen möglichst wach sein und am Schnuller saugen, gestillt werden oder aus der Flasche trinken. Die meisten Fluggesellschaften haben die Möglichkeit, Babyflaschen an Bord aufzuwärmen. Da Säuglinge in den ersten Monaten ausschließlich durch die Nase atmen, sind auch Nasentropfen mit Kochsalzlösung wichtig, um bei einem Zuschwellen der Schleimhäute sofort helfen zu können. Für den Notfall am besten Spucktüten in Reichweite verstauen.

Für dringende Fälle Damit auch nichts daneben geht, packt Iris Funke auch immer ein Töpfchen mit ein. So ist die Familie dann auch im Stau für den Notfall gerüstet. Ansonsten, sagt Iris Funke, brauche sie nur zum Schluss, wenn alle Spiele gespielt und Bücher gelesen sind, ein wenig Geduld.

Mehr von RP ONLINE