Angebot der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein Videosprechstunde für Kinder wird Ostern fortgesetzt

Niederrhein · Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein ist mit den Ergebnissen in der Kindernothilfe sehr zufrieden und will das Angebot auch auf andere Bereiche ausweiten, um die Praxen weiter zu entlasten.

 Mehr als 2000 Videosprechstunden im Kindernotdienst hat die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein im Dezember und Januar durchgeführt.

Mehr als 2000 Videosprechstunden im Kindernotdienst hat die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein im Dezember und Januar durchgeführt.

Foto: obs/Debeka Versicherungsgruppe

Nach einer Laufzeit von rund acht Wochen endete am 31. Januar das Angebot der Videosprechstunde im Kindernotdienst, das die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KVNO) zum Jahreswechsel erneut eingerichtet hatte. Seit dem 2. Dezember 2023 waren 30 Ärztinnen und Ärzte jeweils mittwochs, feiertags und am Wochenende im Einsatz, um die nordrheinischen Kinderarzt- und Notdienstpraxen durch digitale Erstberatungen zu unterstützen.

Insgesamt wurden im Rahmen des Angebots mehr als 2000 Videosprechstunden durchgeführt. Der überwiegende Teil – knapp 70 Prozent – der Termine wurde über die Patientenhotline 116 117 abgewickelt, die restlichen Buchungen erfolgten über die Homepage der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein. Fast der Hälfte der anrufenden Eltern konnte im Rahmen der Online-Beratung abschließend geholfen werden, teilt die KVNO mit. Mehr als ein Viertel wurde auf die regulären Öffnungszeiten der Praxen verwiesen.

Um herauszufinden, wie zufrieden die Nutzer mit der Videosprechstunde waren, hatte die KVNO das Angebot mit einer Befragung gekoppelt. Zu den Ergebnissen erklärte der Vorstandsvorsitzende Frank Bergmann: „Schon jetzt erfüllt die Videosprechstunde eine wichtige Filterfunktion, um die Kolleginnen und Kollegen zu unterstützen und weniger schwerwiegende Erkrankungen aus den Praxen herauszuhalten. Nicht zuletzt bei hohen Belastungsspitzen kann so ein zu hohes Patientenaufkommen mit längeren Wartezeiten vermieden werden.“

Auch für die Eltern lägen die Vorteile auf der Hand – gerade bei Unsicherheiten beziehungsweise vor dem Besuch einer Notdienstpraxis, hob Bergmann hervor. Dieser positive Eindruck spiegele sich auch in den Ergebnissen der Patientenbefragung wider: „Gut 90 Prozent waren mit der Qualität der medizinischen Beratung sowie dem Angebot insgesamt ‚eher zufrieden‘ oder ‚zufrieden‘, 75 Prozent aller Befragten würden die Videosprechstunde ihren Freunden weiterempfehlen. Das sind ganz herausragende Ergebnisse, die ohne den unermüdlichen Einsatz aller Beteiligten wohl so nicht möglich gewesen wären“, sagte der KVNO-Chef und dankte den Ärztinnen und Ärzten, die über zwei Monate hinweg im Einsatz waren und „ganz tolle Arbeit“ geleistet hätten.

Gleiches gelte auch für die Projektverantwortlichen der KVNO sowie für das Team der 116 117, das mit einer Erreichbarkeit von fast 95 Prozent und einer durchschnittlichen Wartezeit von 1:04 Minuten dafür gesorgt hätte, dass hilfesuchenden Eltern schnell und kompetent geholfen werden konnte. „Das sind wirklich tolle Ergebnisse, die uns als KV Nordrhein darin bestärken, auf dem richtigen Weg zu sein“, lautete Bergmanns Fazit.

Um Ostern herum, in der Zeit vom 23. März bis zum 7. April, soll das Angebot der Videosprechstunde im Kindernotdienst nun erneut an den Start gehen. Perspektivisch wolle man das Angebot aber noch erweitern und auf weitere Fachbereiche ausdehnen. Dabei solle auch in den Blick genommen werden, wie das Angebot noch passgenauer mit der 116 117, den Rettungsdiensten und den Kliniken verknüpft werden kann, um Hilfesuchende noch zielgerichteter in die für sie geeignete Versorgungsschiene zu lenken. Parallel arbeite man daran, das Angebot mit anderen digitalen Anwendungen zu kombinieren, um den Zugang zur Videosprechstunde für Patientinnen und Patienten noch niedrigschwelliger zu gestalten.

„Dabei geht es uns vor allem auch darum, die ambulante Versorgung und unsere Mitglieder mit digitalen Angeboten und Lösungen zu unterstützen – das heißt: Abläufe zu erleichtern und dadurch auch mehr Zeit für die Patientenversorgung zu schaffen“, so der KVNO-Chef.

(RP)
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