„Es muss etwas passieren“ Warum Kitas im Kreis Kleve ihre Fenster schwarz abkleben

Kreis Kleve · Mit einer „Black Week“ haben Kitas und andere soziale Einrichtungen auf ihre zum Teil desolate Lage aufmerksam gemacht. Woran es häufig scheitert – und warum sich die Situation noch verschärfen wird.

Katrin Verhoeven, Isabel Beermann und Jana van Haaren (von links) aus Kranenburg beteiligen sich an dem Protest. Sie schlagen Alarm: Viele ihrer Kolleginnen seien am Rand ihrer Kräfte angekommen. Und die Lage wird sich absehbar nicht verbessern.

Katrin Verhoeven, Isabel Beermann und Jana van Haaren (von links) aus Kranenburg beteiligen sich an dem Protest. Sie schlagen Alarm: Viele ihrer Kolleginnen seien am Rand ihrer Kräfte angekommen. Und die Lage wird sich absehbar nicht verbessern.

Foto: Markus van Offern (mvo)

„Wir können leider nicht mit Treckern die Autobahn blockieren“, sagt Birgit Naves, Leiterin der Kita St. Theresien in Rees. Und erinnert damit natürlich an die medienwirksamen Bauernproteste im Dezember und Januar. Am Montagmorgen sind die Türen ihrer Einrichtung noch immer schwarz mit Silofolie verhängt: Spuren der „Black Week“, zu der Kitas und andere soziale Einrichtungen in NRW aufgerufen wurden. Die Wohlfahrtspflege NRW hatte die Proteste ins Leben gerufen – als Hilferuf sozialer Bildungseinrichtungen angesichts von „Mangelverwaltung, Fachkräftemangel, Finanzierungslücken, Versorgungslücken und zu viel Bürokratie“.