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Familien-Kolumne: Anke Kirking berichtet von ihrer neuen Stelle

Die Familien-Kolumne : Die Neue in der Klasse

Unsere Autorin wurde zum zweiten Mal „eingeschult“. Sie ist jetzt nicht mehr nur Mutter zweier schulpflichtiger Kinder, sondern steht selbst vor einer Klasse – als Lehrerin.

Vielleicht kennen Ihre Kinder das auch: Wenn man neu in eine Klasse kommt, ist das erst mal ein komisches Gefühl. Man kennt die Namen nicht, und der Raum ist fremd und alles ist ungewohnt. Überall ist man „die Neue“. Auf dem Schulhof, in der Frühstückspause, und man muss erst mal Kontakt zu den Anderen aufbauen. In den ersten Tagen kommt es ganz entscheidend darauf an, wie die Mitmenschen auf einen eingehen beziehungsweise zugehen.

Nach den Sommerferien wurde ich sozusagen „eingeschult“. Die St.-Martini-Grundschule in Veert ist für acht Stunden in der Woche nun mein neuer Wirkungskreis. Dort darf ich das Fach Religion unterrichten und bin für ganz viele Kinder und auch Kolleginnen „die Neue“. Vorher war ich dort nur als die Mama von Béla auf der anderen Seite des Klassenraumes unterwegs. Das ist jetzt anders, und auch das fühlt sich im ersten Augenblick etwas ungewohnt an. Die Klassenlehrerin hat für mich nun einen Vor- und einen Nachnamen. Meine Ängste und Sorgen sind aber sehr schnell verflogen, denn das Kollegium und auch die Kinder haben mir den Schulstart leicht gemacht. Die Unterstützung und die Hilfsangebote waren so zahlreich und so liebenswert, dass meine eigene Unruhe sich schnell gelegt hat. Meine Kinder haben mir zur Einschulung sogar eine echte Schultüte gebastelt und mit vielen Süßigkeiten bis an die Oberkante gefüllt. Wenn ich Pausenaufsicht habe, kommen die Kinder zu mir, und alle kennen schon meinen Namen (etwas, das ich auf jeden Fall noch lernen muss). Manchmal fühlt es sich dann aber doch noch unwirklich an, weil es immer mein Traum war, als Lehrerin zu arbeiten. Nun ist dieser Traum wahr geworden, und ich freue mich einfach, an so einer tollen Schule arbeiten zu dürfen.

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Meinen Jungs habe ich darum auch immer gesagt, dass man nie einen Traum aufgeben darf. Es gibt eine kleine Holzkiste, in der bewahre ich Zettel auf. Auf diesen Zetteln sind die Träume niedergeschrieben, die sich noch nicht erfüllt haben. Das kann eine weite Reise sein, ein Gegenstand, den man sich schon immer mal kaufen wollte oder sogar der Beruf, den man immer mal ausüben wollte. Jeder hat da so seine eigene Traumvorstellung. Wichtig ist nur, dass man sie nicht aufgibt.

Anke Kirking lebt mit ihren Söhnen im Alter von neun und 13 Jahren in Geldern. An dieser Stelle berichtet sie alle paar Wochen von ihrem Leben als Familienmanagerin. Foto: EVE