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Expo Real: Investoren zeigen Interesse an Flächen im Kreis Kleve

Expo Real in München : Investoren zeigen Interesse an Flächen im Kreis Kleve

Natürlich geht es auf der Expo Real um das Knüpfen von Kontakten. Es geht aber auch um Konkretes. Welche Gespräche sind in München geführt worden? Vieles fand hinter den Kulissen statt – einige Andeutungen gibt es aber dennoch.

Mit durch Corona geprägten sehr gemischten Gefühlen hat man die Reise nach München angetreten – womit geht es nun an den Niederrhein zurück? Die Expo Real, Internationale Fachmesse für Immobilien und Investitionen, ging am Mittwoch zu Ende. Die Kreiswirtschaftsförderung formuliert ein erstes vorsichtiges Fazit:  Ja, es sei eine deutlich andere Messe als in den Jahren zuvor gewesen. „Weniger Aussteller, weniger Besucher, aber mehr tiefgründige Gespräche.“ So laute für all jene, die unter dem Dach der Standort Niederrhein GmbH diese Weltmesse für Immobilien und Investitionen erlebten, ein erster Rückblick.

Natürlich geht es in München um das Knüpfen von Kontakten, um das „sich auf die Landkarte“ setzen. Es geht aber auch um Konkretes, wie am Stand nebenan Düsseldorfs Bürgermeister Stephan Keller deutlich machte, der eine ganze Reihe von Neubauprojekten in der Landeshauptstadt vorstellte. Und der Kreis Kleve?

Da gab es nach Auskunft von Kreis-Wirtschaftsförderer Hans-Josef Kuypers beispielsweise den Logistiker, mit dem man ein Gespräch führte – und dies trotz dreier Vorab-Telefonate und der Hinweise darauf, dass auch im Kreis Kleve die Situation zum Erwerb großer und größter Flächen nicht ganz einfach sei. Er gebe sich nun auch schon mit 20.000 Quadratmetern „in guter Lage unweit eines Autobahn-Zubringers“ zufrieden, so habe seine Botschaft am Ende gelautet.

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Erfreulich sei auch die Erkenntnis, dass es nach wie vor Investoren gebe, die sich nach Standorten für sogenannte Gewerbeparks umschauen. Zu Zeiten, in denen es Städten und Gemeinden immer schwerer fällt, Anfragen nach kleinen und kleinsten Flächen ab 1000 Quadratmetern eine Chance zu bieten, seien die Gewerbeparks mit Lösungen für den Malermeister, seine Farben und die beiden Geschäftsfahrzeuge Gold wert. „Sie lösen schlichtweg die lokalen Herausforderungen unserer Wirtschaftsförderer-Kollegen“, sagt Hans-Josef Kuypers. 

70 dieser Gewerbeparks wurden bislang gebaut von einem Gesprächspartner, mit dem man auf dem Münchener Messeparkett zusammenkam. 40 Prozent der gesamten Flächen in diesen Gewerbeparks seien von produzierenden Bereichen genutzt, auch Dienstleister fänden hier immer wieder ihre Zukunft, wurde behauptet. 

„Wir bauen, und behalten dann selbst“, lautete wiederum die Devise eines Standort-Suchenden, der sich vor allem im Segment Lebensmittel-Einzelhandel bewegt und auch nach Standorten für SB-Warenhäuser Ausschau hielt. Überraschend sei dabei: Selbst in Gemeinden ab 3000 Einwohnern finde man Lösungen zur Ansiedlung. Zumeist brächte eine Ansiedlung auch einen Bio-Markt in direkter Nachbarschaft mit. Der Erwerb des Grundstücks sei aber notwendige Bedingung. 

Stolze 100.000 Quadratmeter sucht eine Vertriebsgesellschaft aus dem Rheinland für einen Verwaltungsneubau und ein Zentrallager. Mit 75 Filialen sei der inhabergeführte Non-Food-Discounter in NRW tätig, habe 75 Mitarbeiter allein in der Verwaltung und weitere 100 als gewerbliche im Lager und im eigenen Lkw-Fuhrpark. Die bereits genannten 75 Filialen beschäftigten allein 850 weitere Mitarbeiter, was die Bedeutung einer derartigen Ansiedlung weiter unterstreiche. Die Standortsuche sehe einen Neubau bis Mitte 2024 vor und lege eine Bauhöhe von 14 Metern zugrunde. Bis zum Jahre 2030 erwarte man, so das Unternehmen, eine Verdoppelung des Umsatzes. 

Mit all diesen Informationen ausgestattet, so konstatierte die Wirtschaftsförderung Kreis Kleve, kehre man nun in den Kreis Kleve zurück, begleitet von der Hoffnung, dass wenigstens eine Stadt oder Gemeinde die Offerten in Kubikmeter umbauten Raum umwandeln könne: „Jetzt sind wir auf unsere Berufskollegen vor Ort angewiesen.“