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Erstsemster beim "Homecomingrun" an der Hochschule Rhein-Waal

Hochschule Rhein-Waal : Endlich wieder Studenten in Kleve

Zum Abschluss der Orientierungswoche für Erstsemester gab’s nach der Coronapause den traditionellen Homecoming Cup an der Hochschule Rhein-Waal.

Halb zog sie ihn, halb sank er hin, man drücke ihn von unten, anderen halfen von oben, dann ward er nicht mehr gesehen: Er war verschwunden auf der anderen Seite der Mauerkrone. Andere sprinten regelrecht, den Staffelstab wie eine Piratin zwischen den Zähnen, die Wand hinauf und brauchen nur einen kleinen Schubser: Aber auch die ganz Sportiven kommen so ganz ohne Hilfestellung von ihren Kameraden aus dem Team nicht über diese Höhe. Man geht nämlich nie allein an diese Wand, steht darauf geschrieben frei nach der Fußballhymne. Denn die Wand ist verdammt hoch, mindestens zwei Mann. Da muss jeder rüber, der am Homecoming Cup am Ende der Einführungswoche der Hochschule Rhein-Waal teilnimmt. Und das sind fast alle, die sich einschreiben und als Erstsemester starten, das sind viele aus höheren Semestern, die den Erstis zeigen wollen, wer den Homecoming Cup nach Hause bringt. Alle anderen feuern sie an. „Move it!“, schreit William Megill quer über den Platz und schickt ein lautes „Go-Go-Go“ hinterher. Ein Megaphone braucht der Mann nicht. Er hat Stimme.

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William Megill ist von Haus aus honoriger Professor für Bionik mit dem Schwerpunkt Sensorik und Robotik. Er baut U-Boote und schaut der Natur ab, wie man ihre Technik für das Ingenieurwesen nutzen kann. Megill hat den Homecoming Cup initiiert, er ist der Mann, der seit Jahren für den guten Zusammenhalt, für den Spaß, für das Team-Work zuständig ist. Sein Motto: Wir brauchen Studierende, die Team-Arbeit groß schreiben und mit Spaß und Ehrgeiz bei der Sache sind. Deshalb zeichnet er auch als Professor für Fun. Für den Spaß. Den gab’s nach der Corona-Zwangspause wieder auf dem Campus in Kleve. Es wurde angefeuert, man lief bei cooler Musik noch einen Tick schneller und kam irgendwie nach diesem kuriosen Staffellauf, zu dem man paddeln und rennen, wie James Bond unter einem Gitter durchkriechen muss, tatsächlich über die Wand.

Marius Krahnke studiert im dritten Semester Arbeits- und Organisationspsychologie in Kamp-Lintfort und war dank Corona noch nicht auf dem Campus gewesen. Für den Baden-Württemberger ist klar, dass er hier mitläuft. Dabei sein ist alles. Sich kennenlernen, sich vernetzen, Freundschaften schließen, Arbeitsgemeinschaften finden. All das, was vor allem analog stattfindet und bei den vergangenen „digitalen“ Semestern zu kurz kam. Auch Hannes Jaschinski ist dabei. Er ist Masterstudent und mit seinem Team „Plan B“ auf die große Revanche aus: Sie wollen den Cup zurückholen, der ihnen Team „Saltys-Heads“ 2019 abgenommen hat, nachdem sie 2017 und 2018 gewonnen hatten. Seine Fünfer-Truppe ist gut drauf, hat sich beim Kanu-Fahren allerdings verpaddelt. Eingekeilt mit einem anderen Boot.

Der Homecoming Cup ist 2021 endlich wieder der krönende Abschluss der Freshers‘ Week, der Orientierungwoche für die Erstsemester, erklärt HSRW-Sprecherin Victoria Grimm. „Zur digitalen Erstsemesterbegrüßung konnten wir mehr als 400 neu eingeschriebene Studierende virtuell begrüßen“, sagt sie. Weitere Highlights waren die Music Nights in Kleve und Kamp-Lintfort sowie Veranstaltungen, die von Peter Garzke vom Hochschulsport, vom AStA und vom Team der Zentralen Studienberatung organisiert wurden.