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Erstes Unternehmerfrühstück Keis Kleve nach Corona

Kalkar : „Wir haben ein Stück heile Welt im Kreis“

Landrätin Silke Gorißen referierte vor Unternehmern. Groot Obbink als Werbering-Chef verabschiedet. Alexandra Bottenbruch, Christian Zielinski und Robert Beinio wollen die Aufgabe mit Elan weiterführen

Han Groot Obbink, Chef des Wunderland Kalkar, ist auf eigenen Wunsch nicht mehr Vorsitzender des Werbering Kalkar. Er hat vor einigen Wochen auf der Mitgliederversammlung von „Kalkar aktiv“ den Staffelstab in jüngere Hände übergeben. Alexandra Bottenbruch,  Christian Zielinski und Robert Beinio wollen die Sache mit Elan weiterführen. Dem scheidendenden Vorsitzenden wurde beim jüngsten Unternehmerfrühstück der Kreis-WfG für sein langjähriges Engagement gedankt. Groot Obbink hat sehr viel für Handel und Gastronomie in Kalkar und darüber hinaus getan. Einzig, dass er die AfD in seiner Messehalle tagen ließ, haben ihm einige übel genommen. Was wiederum den Geschäftsmann ärgerte, der schließlich sein Unternehmen über Wasser halten muss.

Hauptthema der Veranstaltung war ein Vortrag von Landrätin Silke Gorißen. „Kreis Kleve: Chancen nutzen – Zukunft gestalten“ war er überschrieben. Die Rede markierte den Start in die neue Reihe von Unternehmerfrühstücken mit der Kreis-Wirtschaftsförderung. Die Landrätin erlaubte dabei Einblicke in ihre neue Aufgabe. Die Zusammenarbeit mit den Kommunen habe sich sehr gut angelassen, die Bürgermeisterkonferenz arbeite vertrauensvoll zusammen.

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Eine neue Erfahrung sei die Zusammenarbeit mit etwa 1000 Beschäftigten in der Verwaltung und  500 Polizeibediensteten. Als Signal wollte Landrätin Gorißen verstanden wissen, dass sie die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ins „Büro der Landrätin“ geholt habe.  Es folgte ein kurzer Blick auf die Umsatz-Gewinner und -Verlierer in der Corona-Zeit. „Massiv geschädigt“ sah sie die Hotellerie und Gastronomie, die Veranstaltungsbranche wie auch die Kulturschaffenden. Ihr häufiger Dialog mit dem Handwerk zeige ihr seit langem die Probleme von fehlenden Auszubildenden auf, vom Fachkräftemangel und der Herausforderung einer  Unternehmens-Nachfolge. Beeindruckt sein könne man von den Schulen, den Berufskollegs und der Hochschule Rhein-Waal: Die Digitalisierung nannte Gorißen „die Herausforderung schlechthin“.  Die Kreis Kleve Bauverwaltungs-GmbH werde ihre Angebote aus öffentlich gefördertem wie frei finanziertem Wohnraum erweitern und Bedarfe für  Familien und alleinstehende Menschen abzudecken versuchen. „Wir haben hier ein Stückchen heile Welt im Kreis – diese Stärke wollen wir erhalten und ausbauen“, schloss die Landrätin ihren Vortrag.

Bereits bei der  Begrüßung der Gäste hatte die Kalkarer Bürgermeisterin   Britta Schulz ihre Überzeugung zum Ausdruck gebracht, dass man in Kalkar einer „sehr sehr guten Zusammenarbeit mit dem Kreis“ entgegensehe. Beim Blick auf den Wirtschaftsstandort freute sie sich darüber, dass in Kalkar Ost an der B 57 alle Flächen veräußert seien. Auch sei die neue Rettungswache Grund zur Freude. Im Gewerbegebiet Kalkar-Kehrum gehe die Vermarktung weiter. Bei SWT Oberflächentechnik und Silesia stünden große Investitionen an, sodass die Erweiterung des dortigen Gewerbegebietes in 2022 beginnen solle. Das Gewerbe- und Gründerzentrum Kalkar (GGK) erfreue sich eines effektiven Managements.

„Unglaublich viel Spaß gemacht“ haben Han Groot Obbink seine zwölf Jahre als Vorsitzender des Werberings. Man habe viel erreicht. Heute sollen es jüngere Leute machen.

(nik)